Haltbarkeit Beschichtung U1S

  • Hallo,

    heute ist mir an meiner U1S aufgefallen, dass die Beschickung schon erste Gebrauchspuren zeigt.

    Genau dort, wo der Sicherungsbügel beim Öffnen der Schließe zurückgeklappt wird und auf das Band trifft. Mir ist klar, dass hier harte Beschichtung auf harte Beschichtung trifft, aber nach nicht einmal 30 Tagen Tragezeit hätte ich das nicht erwartet. Es ist definitiv in der Beschichtung, weil weder Tuch, noch Wasser oder Finger die Spuren beseitigen können. Die Spuren auf dem ersten Mittelglied sind Wischspuren, keine Kratzer.

    Kennt Ihr diese Spuren von Euren beschichteten Uhren auch?

    Hier mal ein Bild (unbearbeitet):

    Beste Grüße
    Axel

    Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt, Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
    (Reinhard Mey)

    Einmal editiert, zuletzt von Baumaxe (20. Februar 2017 um 14:16)

  • Ja, das hab ich genau dort an meinem EZM7s (mit dem gleichen Band ) auch, genau so. Dort wo Metall an Metall scheuert , wird sich das nicht vermeiden lassen. Dies betrifft auch die Innenseiten des Verschlusses, da man beide Stellen aber kaum sieht , macht mir das auch nix aus.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Hallo Andi,

    danke Dir. Dann scheint das wohl normal zu sein. Ich hatte nur gedacht, dass auch bei Metall auf Metall es etwas länger dauert, bis Spuren sichtbar werden.

    Beste Grüße
    Axel

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    (Reinhard Mey)

  • Das führt aber nicht zum verschwinden der Beschichtung. Eigentlich wird die da nur etwas glatt poliert. Dadurch ändert sich das optische Erscheinungsbild. Meine schwarze U1 hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Und sie ist immer noch schwarz ;)

    Grüße
    Gregor

    Grüße

    Gregor :aetsch:


    my brain is my castle - but sometimes it becomes a prison

  • Für einen Monat Tragezeit ist der Materialabtrag schon etwas heftig. Ich habe zwei dieser Armbänder 7 und 8 Jahre lang im Einsatz. Bei denen schimmert da kein Stahl durch. Wenn man bei denen sehr genau hinschaut, erkennt man allenfalls, dass diese Stelle leicht poliert ausschaut. Vielleicht hängt das auch mit der Handhabung der Uhren ab. Ich klappe den Sicherheitsbügel nie vollständig bis zum Anschlag auf, zumindest nicht bewußt. Eventuell handelt es sich hier um gar keinen Materialabtrag, sondern um einen Materialauftrag. Das kommt bei dieser Hartstoffbeschichtung desöfteren vor.

  • Danke für Eure Antworten.

    Ich habe gerade noch mal genau geschaut und mit dem Fingernagel gefühlt. Die Stelle bei mir am Armband schimmert nur in einem bestimmten Lichteinfall hell (u.a. immer, wenn ich sie am Arm hab, drum hatte ich das vorher nicht gesehen), und mit dem Fingernagel kann ich nichts erfühlen. Daher vermute ich wirklich, dass sich einfach die Mattierung geglättet hat, aber nicht ganz abgerieben.

    Beste Grüße
    Axel

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    (Reinhard Mey)

  • Der Kontakt Beschichtung gegen Beschichtung hat aber schon leichte Spuren hinterlassen.


    Bei dem kleinen Sicherheitsbügel, um den es hier eingangs ging, stellen sich mir zu allererst die Fragen:
    - Besteht der überhaupt aus "U-Bootstahl"?
    - und ist dieses Kleinteil auch tatsächlich tegimentiert?

    Davon abgesehen, lassen sich Schnittkanten von Blechen nicht vernünftig (d. h. dauerhaft) beschichten. Das kennt man aus der Automobilindustrie. Aus Kostengründen werden dort nicht alle Bleche gefalzt (= umgelegt) und vernünftig versiegelt. An den Schnittkanten beginnt es dann zwangsläufig nach einer gewissen Zeit (= geplante Obsoleszenz) zu korrodieren.

    Kurzum, gehen wir nach diesem kleinen Exkurs eher davon aus, dass an der eingangs gezeigten Stelle eine mehr oder weniger unbeschichtete Blechkante auf ein PVD-beschichtetes, tegimentiertes Glied aus U-Bootstahl trifft. Daher halte ich einen Metallauftrag für nicht gänzlich ausgeschlossen.

    Ich bin von der Beständigkeit der PVD-Beschichtung auf tegimentierten U-Bootstahl überzeugt, konnte jedoch auch mit der früheren schwarzen Galvanisierung z. B. der Modelle 142/144/157 (St) S leben. Wenn da mal ein Kratzerchen drankommt, ist es mir egal, dafür stehe ich einfach zu sehr auf schwarze Uhren. Die Galvanisierung früher war übrigens im Neuzustand deutlich matter als das heutige PVD. Ich fand das optischer sogar (noch) ansprechender.

  • Ich besitze eine U1000s und eine UXs. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Hartstoffbeschichtung der Bänder und Schliessen gegenüber der Beschichtung der Gehäuse deutlich abfällt. Du wirst also bei normalen Alltagsgebrauch eine gewisse Leidensfähigkeit brauchen.
    Das Bild zeigt das erste Band meiner gebraucht erworbenen U1000s nach ca. 16 Monaten ab Neukauf. Der Abrieb entstand beim Vorbesitzer durch Zusammenspiel von Vibration und eng sitzender Lederjacke beim Motorradfahren. Ich habe das meinem Sinn-Konzessionär gezeigt und zu sehr fairen Bedingungen ein neues Band bekommen, nicht ohne von Sinn darauf hingewiesen worden zu sein, dass es sich eigentlich um normale Abnutzung handelt.


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    Grüsse
    Boris

  • Ich besitze eine U1000s und eine UXs.

    Hallo Partner :P !


    Das Bild zeigt das erste Band meiner gebraucht erworbenen U1000s nach ca. 16 Monaten ab Kauf. Der Abrieb entstand durch Zusammenspiel von Vibration und eng sitzender Lederjacke beim Motorradfahren.

    Dieser Abrieb am Band links nur durch Reibung an der Lederjacke? Nö, dass konnte nicht "Stand der Technik" sein ;( .

  • Dieser Abrieb am Band links nur durch Reibung an der Lederjacke? Nö, dass konnte nicht "Stand der Technik" sein .

    Das habe ich mir auch gedacht, aber wie gesagt, Sinn war recht kulant, war auch noch innerhalb der Garantie. Ich wurde aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das eigentlich kein Garantiefall ist.

    Grüsse
    Boris

  • Welches Baujahr war Deine gebraucht erworbene U1000 S?

    Meine U1000s stammt aus 2010. Das Gehäuse ist aber nach wie vor makellos. Das 2. Band sieht auch noch sehr gut aus, auch das Metallband meiner UXs ist noch recht gut, aber meine Uhren werden auch eher geschont, die beiden sind ja auch nicht meine einzigen Uhren. Zumindest trage ich sie nicht beim Motorradfahren ;) .

    Grüsse
    Boris

  • Meine U1000 S stammt aus 2009, keine Probleme an Gehäuse und Band. Fahre jedoch auch kein Bike mit Lederkombi, habe die Uhr jedoch nicht geschont bezgl. Erschütterungen... (Sex, nein war nur Spaß :D ).

  • Vielen Dank für Eure Informationen / Einblicke und Bilder. Ich finde es sehr aufschlussreich. Auch wenn ich gelesen habe, dass die Gehäuse unempfindlicher sind, frage ich mich gerade, wie sie wohl auf häufiges Tragen von Natobändern reagieren was den Abrieb betrifft ..

    Beste Grüße
    Axel

    Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt, Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
    (Reinhard Mey)

  • Zitat

    Vielen Dank für Eure Informationen / Einblicke und Bilder. Ich finde es sehr aufschlussreich. Auch wenn ich gelesen habe, dass die Gehäuse unempfindlicher sind, frage ich mich gerade, wie sie wohl auf häufiges Tragen von Natobändern reagieren was den Abrieb betrifft ..

    Da kannst Du unbesorgt sein, ich bin ein großer Fan von Natos und Zulus und trage sie an meinen schwarzen U's sehr oft. Wie gesagt denke ich, dass die Beschichtung der Gehäuse haltbarer ist. Jedenfalls konnte ich noch keinerlei Abrieb durch die Textilbänder feststellen.


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

    Grüsse
    Boris

  • Klasse, vielen Dank. Das eröffnet für meine U1S ja ganz neue Möglichkeiten.

    Beste Grüße
    Axel

    Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt, Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
    (Reinhard Mey)

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