Hallo liebe Freunde, nachdem ich mir ja wie bekannt 2 Duographen quasi auf einmal gekauft habe möchte ich hier nach einem Monat Tragezeit, jeden Tag im Wechsel, ein kleines Resümee ziehen. Es treten an die Sinn 757 Diapal gegen den Duograph Flieger von Guinand.
Ein ungleicher Vergleich aber vielleicht auch mal interessant weil ja auch immer wieder zumeist im September zu hören ist zu teuer da krieg ich ja 2
Uhren wo anders ect. Ja Sie sind fast gleich nahezu das selbe Werk arbeitet in ihnen nur das bei der 757 das Werk ein Valjoux 7750 mit der GMT Komplikation zusätzlich versehen ist. Der Duograph von Guinand besitzt im Gegenzug eine Datums- /Tagesanzeige. Welche auf Grund seiner Größe auch besser abzulesen ist bei der 757 gibt es nur das Datum, was kleiner auch nicht mehr sein dürfte.Klar die Sinn ist mit allen verfügbaren Sinn Technologien ausgestattet. Damit kann die Guinand nicht glänzen kostet aber auch nur die Hälfte.Verarbeitungstechnisch naja eher bearbeitungstechnisch hat für mich die Sinn auch ganz klar die Nase vorn allein Ihr Gewicht sagt schon: „Mir kann so gut wie nichts etwas anhaben.“ Bitte nicht falsch verstehen, es gibt keine Mängel oder Unzulänglichkeiten bei der Guinand da wackelt nichts da gibt es auch keine Spalten oder so. Sagen wir es so subjektiv fühlt sich die Diapal wertiger an. Das Ziffernblatt ist bei der Guinand einfacher gehalten so sind die Totis aufgedruckt, was aber auch zum sehr klassischen Design der Uhr passt.
Die Sinn hingegen besticht mit dem galvanisierten Ziffernblatt und den etwas vertieften und farblich abgesetzten Toties.
Beide Lünetten lassen sich gut bewegen bei der 757 ist sie in Stahl ausgeführt welche sich mit einem sauberen Klicken entsprechend bedienen läßt,
zudem ist sie verliersicher. Bei Guinand besteht sie aus Leichtmetall ich vermute Aluminium, ist nicht rastend und auch nicht verliersicher. griffig genug sind beide. Auch hier würde ich sagen aufwändiger ist die Verarbeitung bei Sinn. Diese baut im Vergleich aber auch deutlich höher. Beide verschwinden unter einem Hemdärmel die Guinand tut sich hier aber deutlich leichter und hat die Nase vorne.
Beide arbeiten sauber in ihrer Stoppfunktion und setzen auch genauso sauber zurück, die Druckpunkte sind deutlich zu spüren die Guinand würde ich sagen ist etwas härter beim Druckpunkt. Das ist aber Geschmackssache.
Deutlich zu spüren ist der Gewichtsunterschied die 757 merkt man schon gut am Arm ,während der Duograph Flieger kaum auffällt. Und sich im Vergleich
fast wie eine Titanvariante trägt. Das 7750 in der Guinand macht auch keinen Hehl aus seiner Arbeit so merkt man den rotierenden Rotor schon öfters. Was anfangs wohl gewöhnungsbedürftig ist aber für gute Lager des Werkes spricht da er schon einige Umdrehungen macht, wen man ihn mitbekommt. Dieses Phänomen ist bei der 757 weniger ausgeprägt wohl auf Grund des Eigengewichtes der Uhr aber auch sie kann ihr Werk nicht verleugnen und die Lager laufen genauso gut wenn man sie den mal mitbekommt.
Von Hinten ganz klarer Gewinner die Guinand mit ihrem Glasboden den Genfer Streifen auf Werk und Rotor und den blauen Schrauben. Einfach eine Augenweide da kann der Massivboden der Sinn natürlich nicht mithalten. Und wenn ich ehrlich bin war es auch ein Grund dafür die Guinand zu kaufen.
Natürlich nicht der ausschließliche. Ja ich wollte auch mal eine Uhr mit Glasboden.
Die grünlich Leuchtmasse der Guinand ist natürlich mal etwas ganz anderes passt gut und ich würde sagen ohne auf Messwerte zu vertrauen. Sie fängt
deutlich früher an zu Leuchten hier reicht schon mal ein stärkerer Schatten aus. Über die Nacht schaffen es beide in der selben Stärke
nur am Anfang geht der Punkt an die Guinand.
Da ich die Guinand ja mit der Faltschließe genommen hab auch hier ein kleiner Vergleich. Die Schließe ist meiner Meinung nach der von Sinn überlegen zum einen ist sie besser verarbeitet und zum anderen schneller ohne Werkzeug zu verstellen. Über eine klappbare Platte mit Dorn wird sie fixiert. Nicht mit einer Schraube wie bei Sinn.
Dies bewirkt, sollte das Band zu eng sein einfach aufklappen ein Loch weiter schieben und wieder zuklappen fertig.
Des weiteren verriegelt sie über kräftige Haken die in einen viereckigen Ausschnitt greifen was für mich besser funktioniert als andersrum bei Sinn über die kleinen Dorne die festgehalten werden.
Was auch auffällt ist das der Anschluß an dem sonst die Dornschließe sitzt bei Guinand besser ausgearbeitet ist. So nutzt die Schließe die Aussparung für den Dorn für einen dritten Ankerpunkt. Bei Sinn bleibt diese einfach frei und man sieht den Federsteg.
Fazit
Die Sinn 757 Diapal ist doppelt so teuer wie ihr Konkurrent in diesem Vergleich und sie trennt eine Welt zur Guinand. Was aber nicht böse gemeint sein soll,nur an alle die meinen das ganze ist überteuert und sie bekommen das selbe für die Hälfte wo anders. Dem ist nicht so. Nicht desto trotz sind beide toll die Guinand mehr im Retrodesign die 757 modern und technisch aufgerüstet. Hergeben würde ich beide nicht. Ich möchte beide nicht missen so unterschiedlich sie sind. Was die Faltschieße angeht, geht der Punkt ganz klar zu Guinand da hat Sinn was nachzubessern.
Ich hoffe ich habe euch jetzt zum einen nicht zu dolle verärgert und zum anderen nicht gelangweilt.
Das ganze kam mir in den Sinn weil ich oft drauf angesprochen wurde "2 Uhren aber die sehen ja fast gleich auch wieso das den?"
Eine Auflistung nach dem Motto das hatt die eine und die andere nicht spare ich mir an dieser Stelle, da dieser Fakt ja hinlänglich bekannt sein dürfte.