• Der Chronomat hat mir noch nie gefallen. Obwohl ich Breitling als unabhängiges Unternehmen per se sympathisch finde, habe ich außer meinem Navitimer mich nie sonderlich für andere Modelle interessiert.

    Aber die diesjährigen (Nicht-Baselworld-)News finde ich sehr interessant.

    Eine ganze Menge neuer Uhren, die mir z. T. sehr gut gefallen.
    Bei so vielen Neuerungen ärgert Breitling sich bestimmt grün und blau über die ausgefallene Messe …

    Am besten gefällt mit der neue, schlichtere Chronomat mit einem (unter Vorbehalt des natürlich noch nicht erfolgten Befummelns) sehr coolen semi-integrierten Stahlband.
    Diesen finde ich im sonstigen Markenvergleich auch preislich durchaus ok (obwohl man das Werk bei Tudor billiger bekommt).

    Und tatsächlich gefällt er mit in grün besonders gut:
    cooler Chrono mit modernem Manufakturwerk und ungewöhnlichem Stahlband für 8k

    Watches are the only jewelry men can wear, unless you're Mr. T
    Gordon Bethune

  • Die Uhr finde ich net schlecht gemacht, mit 42mm gut tragbar, wäre da nicht die typische Reiter-Lünette. Die ist für mich wirklich old-style 80er Jahre. Aber ohne die, wäre es ja keine Breitling. :wacko:

    Insgesamt habe ich das Gefühl, dass Breilting auf dem Weg zu einer neuen Identität ist, so wie das Zenith vor einigen Jahren war.
    Es kommen zwar allerhand neue Modelle, meist auf Basis historischer Modelle, aber so richtig habe ich nicht das Gefühl, dass man einen klaren Marketing -Plan hat.

    Die neue Superocean Heritage 57, für die es auch eine historische Vorlage gibt:

    Bildquelle: BREITLING

    Die Uhr gibts übrigens auch in anderen Farben. ^^

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Wenn da für den Preis das Tudor-Werk drin wäre hätte ich ein Problem (weil ich ja auf mein erstes 5-Stelliges Projekt hinarbeite gibt’s bis dahin nix).

    Sensationelle Form und tolle Farben :love

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    Gordon Bethune

  • Ich mag Breitling als eigenständige, markante Uhr mit hohem Wiedererkennungswert. Persönlich ist mir Breitling immer von fast allem zu viel: Zu groß, zu schwer, zu viel bling bling, zu viel auf dem Ziffernblatt, zu viele Reiter auf der Lünette ... Aber genau das macht für mich die Marke aus. Toll, das sie das so konsequent durchziehen, und es nicht zu sehr versuchen, es jedem recht zu machen. Das finde ich klasse.

    Beste Grüße
    Axel

    Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt, Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
    (Reinhard Mey)

  • Das Armband gab es auch schon: Rouleaux Band In Stahl oder Stahlgold. Top1

    Das Stahlband weckte in mir auch Erinnerungen. Das verwendete BREITLING schon mal vor der Jahrtausendwende. Das sieht klasse aus, ist erfreulich eigenständig und sicher auch bequem Top1 !

    Die Reiter auf der Lünette sehen weitaus dezenter aus als anno dazumal. Die Lünette hat natürlich schon viel Hochglanz, das ist nicht jedermanns Sache.

    Die BENTLEY gefällt!

  • Ich würde mir die Superocean Heritage zulegen. Geiles Teil. : Sabberalarm Ich finde das Armband des Chronomat richtig stark. Super gemacht Breitling. Seit Jahren wieder richtig geile Teile dabei.

    Lg

    Derzwiebelkrieger16

  • Ich meine, Breitling ist nicht mehr unabhängig sondern wurde verkauft? Und gerade deshalb hat ja die durchaus umstrittene neue Kern'sche Ausrichtung stattgefunden?

    Gleichwohl: der Chronomat 2020 ist ein feines Ührchen, mit schönen historischen Anleihen und etwas weniger "Alt-Breitling", wo schon der Moschusduft mit der Uhr mitgeliefert wurde FrecheFratze
    Das Band finde ich sehr spannend, insgesamt wäre die Uhr was für den Sohn meines Vaters, wenn jener etwas mehr Spielgeld zur Verfügung hätte... ;( Aber 7,9k sind wohl für einen Breitling-Chrono übliche Preise.

  • Unabhängig in so fern, als dass die nicht zu den drei Mega-Gruppen gehören.

    Die Familie hat Breitling damals an einen Finanzinvestor*) namens CVC verkauft, ein paar % hält auch Hr. Kern.
    Also nicht familiengeführt aber schon unabhängig.

    *) ja nach Sichtweise langfristiger strategischer Geldgeber oder Heuschrecke. Ich habe mal gelesen, die Historie spräche für eher ersteres. Die Banker unter Euch: wie schätzt ihr das ein?

    OT: wie wohl Hr. Schmidts Pläne betreffend Ruhestand/Nachfolge aussehen…?

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    Gordon Bethune

  • Danke für das Thread-Eröffnen ! Das war den Tag über auch meine Idee.

    Da ich seit 2000 einen Chronomaten trage und mir die Fa. Breitling grundsätzlich noch immer sympathisch ist, habe ich deren Geschichte natürlich verfolgt.

    In der Avenger-Linie würde ich auch heute noch die eine oder andere Uhr finden, die ich tragen würde, falls ich eine Uhr bräuchte.

    Schon im Jahr 2000 war das Pilotband inklusive Schließe komplett massiv ausgeführt und das Band hat auch nach 20 Jahren noch keinen Stretch.
    Das Zifferblatt war und ist ohne Spielereien und mit weiß lackierten Zeigern in Verbindung mit einer Glas-Entspiegelung besser ablesbar, als später gekaufte, modernere Uhren.
    Der Grund, warum ich das beim Test der Nachtablesbarkeit nicht erwähnt habe, ist das Tritium. Es ist nach 20 Jahren (Halbwertzeit ca. 13 Jahre) nicht mehr in der Lage, Elektronen der Leuchtmasse in ein höheres Orbital zu schicken. Bei Dunkelheit bleibt sie also inzwischen dunkel.


    Diese Neuerscheinung hab´ ich mir also mal genau angesehen:

    Daß man bei der Variante mit schwarzem Zifferblatt und weißen Totalisatoren die silbernen Zeiger nicht ablesen kann, finde ich sehr schade.

    Die Lünette ist vermutlich nicht mehr so scharfkantig. Das ist natürlich gut.
    Hier sieht man bei der alten Version, daß an den Reitern und an den Schrauben viele Fäden von Hemden und Pullovern gestorben sind.

    Nur scheinen die Reiter (15 gegen 45) jetzt nicht mehr tauschbar zu sein. Damit ist natürlich keine Countdown-Lünette mehr möglich.
    Da frage ich mich, ob die Schrauben jetzt nur noch Zierde sind.

    Und warum sind die Minutenstriche auf der Lünette nur zwischen 0 und 15 Minuten und zwischen 45 und 60 Minuten ?? :(

    Gut gefällt mir das Zifferblatt ohne dieses Viereck in der Mitte der 44mm Version. Das war ein sinnloser Ablese-Erschwerer.
    Gut gefällt mir auch die rote Farbe im Rehaut.

    Ob mir die neuen Drücker gefallen, weiß ich noch nicht - vielleicht muß man sich nur an neues Design gewöhnen...

    Beim Markenlogo hat das auch funktioniert.
    Anfänglich fand ich den Wechsel schrecklich.


    Inzwischen scheint es selbstverständlich.

    Werk und Rückseite finde ich prima.

    Und das Rouleauxband - puh, das mochte ich damals schon nicht - aber das ist ja Geschmacksache.

    Bis auf die Lünette und das Band find´ ich sie also ganz gelungen !!!

    Viele Grüße, Daniel

  • Jo, Du hast Recht !!

    Ich hab mir das Video auf der Heimseite angesehen - Schraube raus, Reiter tauschen und ich hab eine Count-Down-Lünette !!

    Viele Grüße, Daniel

  • Und warum sind die Minutenstriche auf der Lünette nur zwischen 0 und 15 Minuten und zwischen 45 und 60 Minuten ?? :(


    Im Nachbarforum (WL) scheint ein BREITLING-Mitarbeiter Member zu sein. Der schreibt dazu, dass man sich einst bei der Entwicklung des Chronomaten uneins war, ob er eine Countdown oder Countup-Lünette erhalten soll. Es gab für beide Varianten Anhänger unter den Piloten. So entstanden die tauschbaren 15/45-Reiter und nun die 15-Minutenmarkierungen in beide Richtungen.

  • Unabhängig in so fern, als dass die nicht zu den drei Mega-Gruppen gehören.

    Die Familie hat Breitling damals an einen Finanzinvestor*) namens CVC verkauft, ein paar % hält auch Hr. Kern.
    Also nicht familiengeführt aber schon unabhängig.

    *) ja nach Sichtweise langfristiger strategischer Geldgeber oder Heuschrecke. Ich habe mal gelesen, die Historie spräche für eher ersteres. Die Banker unter Euch: wie schätzt ihr das ein?

    OT: wie wohl Hr. Schmidts Pläne betreffend Ruhestand/Nachfolge aussehen…?

    Gerade mal schnell Wikipedia bemüht hinsichtlich dieses CVC-Investors (Link zur Wikipedia) - die scheinen aber auch nicht gerade klein zu sein und scheinen ihre Einkäufe dann durchaus auch wieder weiterzureichen...

    Finde den Weg, den Breitling einschlägt, aber ganz erfrischend. Das dürfte aber auch daran liegen, dass ich mich nicht so sonderlich mit der bisherigen Kollektion auskannte und damit auch nicht wirklich etwas verknüpfen konnte (außer den hier auch schon genannten Attributen). Wenn jemand mit Geld, Herzblut und Verstand da den Laden umkrempeln will - why not?

    Auch die gestutzen Flügel hielt ich erst für einen Frevel, mittlerweile für ganz logisch für eine modernere, sachlichere Ausrichtung der Marke.

    zum OT: eine sehr gute Frage, nach dem bisherigen Fahrwasser von Sinn denke ich aber nicht, dass davon auch nur ein Funken kommuniziert wird (zu Recht) und zugleich, dass es einen Plan gibt, wie auch immer der aussehen mag. Was ich nicht glaube, ist, dass ein Finanzinvestor einspringen wird (es sei denn, es ist unumgänglich). Vielleicht ist aber hier auch nur der Wunsch der Vater des Gedankens - wer weiß, wie die postcoronöse Ökonomie ausschaut.


  • zum OT: eine sehr gute Frage, nach dem bisherigen Fahrwasser von Sinn denke ich aber nicht, dass davon auch nur ein Funken kommuniziert wird (zu Recht) und zugleich, dass es einen Plan gibt, wie auch immer der aussehen mag. Was ich nicht glaube, ist, dass ein Finanzinvestor einspringen wird (es sei denn, es ist unumgänglich). Vielleicht ist aber hier auch nur der Wunsch der Vater des Gedankens - wer weiß, wie die postcoronöse Ökonomie ausschaut.

    … so wie ich Sinn / Hr. Schmidt einschätze ist das schon bei der Planung zum Neubau (Kredite und so) mit eingeflossen. Aber gerade in solchen Dingen weiß man ja nie.
    Aber heutzutage kann man ja auch mit 80 noch locker eine Firma führen :)
    Ich bin ja auch nur (wertschätzend) neugierig.

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    Gordon Bethune

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