Das war wohl nichts von Sinn

  • Hallo liebe Uhrenfreunde,

    hier ein kleiner Zustandsbericht nach ca. 2 Monaten mit der 140.

    Leider muss ich die Uhr nun einschicken, weil der Minutenzeiger folgende Mängel aufweist :

    1. Bei gezogener Krone hat der Minutenzeiger unheimlich viel Spiel. Das genaue Einstellen der Minuten gerät zu einem Zufallsprodukt, entweder läuft der Minutenzeiger im Vergleich zum Sekundenzeiger dann zu schnell über die nächste Markierung oder bleibt zurück.

    2. Selbst wenn mir nach langem " Kurbeln " endlich die richtige Einstellung gelingt, dauert es nicht lange bis sich dann der Minutenzeiger nicht mehr synchronisiert mit dem Sekundenzeiger irgendwo zwischen den Minutenmarkierungen befindet. Das trat zunächst nach 1-2 Tagen auf, nunmehr bereits nach einigen Minuten oder auch Stunden. Das Teil läuft quasi " unrund ".

    Das die Uhr mittlerweile 3 s im Nachlauf läuft, ist dabei schon fast geschenkt.

    Um das einmal deutlich zu benennen : Da hat Sinn in dieser Preiskategorie einfach nur Scheiße abgeliefert. Da läuft doch meine Citizen für 199 Euro mit permanent 1 s im Vorlauf deutlich genauer und zeigt auch jederzeit die korrekte Zeigerstellung an.

    Und nein, ich bin mit der Uhr nirgendwo angestoßen oder habe diese zu irgendwelchen sportlichen Aktivitäten getragen. Dazu habe ich genug andere Uhren.

    Ich muss ganz ehrlich gestehen, momentan bin ich ziemlich angepisst von dieser Firma. So eine teure Uhr und einen solchen Mangel nach so kurzer Zeit.

    Gruß

  • Das mit dem Minutenzeiger ist natürlich blöd und ich denke das wird von Sinn auch Problemlos behoben und dann geht es weiter. -3 Sekunden Nachlauf ist doch jetzt wirklich kein Drama. Streng genommen läuft sie in Chronometernorm die nach COSC mit einem mittleren Gang von −4 bis +6 Sek./Tag wäre.

    E tonoa ana koe kia mauria mai tō riri, tō kore whakamā me ō pātai, engari ina haere koe, mauria mai te rangimārie, te atawhai me te whakahoahoa.

  • Ach Mann, das ist ärgerlich! Ich kann deine Emotionen gut verstehen. Man freut sich auf die Uhr, trägt sie sehr gerne, beschäftigt sich täglich damit und dann sowas. Ein schlimmer Gedanke dabei ist, nun wochenlang auf die Uhr verzichten zu müssen, die man doch so gerne mag. Das würde mir genauso gehen.

    Deine Wortwahl, finde ich allerdings, hat noch deutlich Verbesserungspotenzial. In einer solchen emotionalen Situation, kann man so reagieren, sollte man aber nicht. Vielleicht solltest du noch ein oder zwei Nächte drüber schlafen und dann möglichst ohne Emotionen mit Sinn in Kontakt treten. Ich bin mir ganz sicher! Sinn wird hier eine akzeptable Lösung für dich finden.

    Ich drücke dir die Daumen!

    EDIT:
    Vielleicht kann ich noch anfügen, dies ist kein explizites Sinn Problem. Ich hatte insgesamt vier Uhren von Tudor. Drei Uhren davon hatten das neue Werk und waren zertifizierte Chronometer. Die hatten alle einen Nachgang zwischen -1 und -5 Sekunden.
    Ebenso hatte ich mal eine Omega Speedmaster , bei der hatte sich der Startdrücker des Chronographen gelöst. Eingeschickt, zehn Wochen weg und als die Uhr wieder kam, ließ sich die Uhr über die Krone nicht mehr aufziehen.
    Das kann also immer mal passieren und betrifft alle Hersteller. Das kann ich aus meinen 20 Jahren Erfahrung mit mechanischen Uhren ganz sicher behaupten.

    Munter bleiben......

    Intruder

    2 Mal editiert, zuletzt von Intruder (25. April 2021 um 08:39)

  • Beileid,aber sonst ne geile Uhr : doppelt Daumen hoch
    Ist das nicht das Werk der EZM 1.1 ?
    Wenn ja,hatte die leider auch bereits 3x wegen Problemen bein Sinn Service Team.
    Habe 2x Damasko`s CH51 (deren Antwort drauf) bislang immer Null Problemo.

    Drücke die Daumen das die tolle Uhr zügig und gut zurück an Dich findet :flw:

    Gruss Lasse

    Schäfchen zählen,pah ich leg mir meine Uhr aufs Ohr :zzz:

  • Du hast mit Deinem guten Geld bezahlt und wolltest einwandfreie Ware.

    Ging mir bei meiner U2 S genau so. Mit ihren 14 Sekunden Vorlauf, war sie einfach nicht gut einreguliert.
    Bei Dir ist es ein mechanisches Problem.

    Das läßt sich richten, genau wie bei mir. Fünf Wochen wirst du allerdings einplanen dürfen, obwohl Sinn Schäden kurz nach dem Kauf wahrscheinlich priorisieren wird im Service.

    Man will seine Kunden ja nicht unnötig warten lassen.

    Sinn hat diese Fehler allerdings nicht mit Absicht eingebaut, weder bei mir noch bei Dir. Solche Dinge passieren eben, obwohl sie es nicht sollten.

    Wenn Du emotional wieder unten bist, nimm Kontakt auf und bitte um Hilfe bei Sinn direkt.
    Man wird Dir helfen, da bin ich sicher.

    Solange die kleine bei Sinn ist, genießt Du eben Deine anderen Uhren.

    Ist doch nach einmal drüber schlafen kein großer Beinbruch, da gibt es ganz andere Sachen.

    Aufregen lohnt sich allerdings auch dort nicht, ist nur unnötig mit negativen Emotionen vernichtete Lebenszeit.

    Kopf hoch, alles wird gut!

    Ganz lieben Gruß

    Ru_Di

    Expect no quarter, expect no mercy, expect total hell

  • Ja, der Rudi hat die notwendige Gelassenheit, um ohne Verlust von viel Energie damit umzugehen, das halte ich auch für die korrekte Strategie.

    Es ist ärgerlich, soviel Geld zu bezahlen und dann enttäuscht zu werden, das sollte definitiv nicht sein. Es wird immer wieder berichtet, dass auch sehr hochpreisige Uhren nicht präzise laufen oder technische Schwierigkeiten haben, leider kommt das aber nicht nur bei Sinn, sondern auch bei vielen anderen Marken vor. Ein hoher Kaufpreis erspart einem solche Erfahrungen nicht.

    Wie ich Sinn kenne, werden sie das zu deiner vollen Zufriedenheit wieder hinbekommen, ärgerlich ist da natürlich die Wartezeit. Ich verkaufe es mir so, dass das Wiedersehen dann umso schöner wird.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Ein hoher Kaufpreis erspart einem solche Erfahrungen nicht

    Oh ja, das kann ich mehr als bestätigen. Leider ist es ein Irrglaube zu glauben, dass ab einem gewissen Preis "Perfektion" erwartet werden kann. Das Thema ist meinen Erfahrungen nach eigtl. nahezu komplett Preis-unabhängig.

    Was ich jedoch persönlich - ebenso völlig unabhängig vom Hersteller - erwarten würde, ist eine gewisse Entschädigung / Entschuldigung. In welcher Form auch immer - diese kann gerne auch symbolisch sein. Ich finde es allerdings bei nahezu allen Uhrenmarken, mit denen ich bisher Probleme hatte, sehr schade, dass nicht mal ein formales Entschuldigungs- oder Bedauerns-Schreiben beigelegt wird. DAS hat für mich nichts mit Service zutun, und an dieser Stelle sind meiner Erfahrung nach 9 von 10 Hersteller schuldig.

    Ich habe noch nie im Endkunden-Service gearbeitet, aber eins weiß ich: Damit würde sich niemand ein Bein ausreißen, weder vom personellen noch finanziellen Aufwand. Das finde ich dann doch ziemlich schade. Aber aufrichtige Entschuldigungen scheinen in einer "unfehlbaren" Branche wohl nicht üblich zu sein...

    Sorry für's Abschweifen, ist mir nur bei einem gemütlichen Sonntags-Brunch-Kaffee so in den Kopf gekommen zu dem Thema ;)

  • Da bin ich persönlich bei Dir.

    Das Wort Entschuldigung gibt es bei Reklamationen viel zu selten in Deutschland.

    Dabei nimmt man grade mit dieser Antwort, die Aggression des anderen Gesprächspartners aus dem Gespräch heraus.
    Manchmal ist das alles was nötig ist, um wieder auf einer sachlichen Ebene miteinander zu reden. : like

    Ganz lieben Gruß

    Ru_Di

    Expect no quarter, expect no mercy, expect total hell

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