Das ist mir auch ins Auge gesprungen. Kann ich mir so auch keinen Reim draus machen.
wieder ein neuer NaBo-Fan
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Diese Begriffe "Betrieb" und "Lagerung" kenne ich aus meiner Branche - ich arbeite in einem Betrieb zur Herstellung von Nocken-Schaltern und Hauptschaltern, und wir haben in den technischen Daten unserer Schaltgeräte auch Angaben wie diese.
"Lagerung" bedeutet, daß, in diesem Fall die Borduhr, eine Temperatur von -65° wohl verkraftet, sie darf aber nicht laufen, aufgezogen oder irgendwelchen Erschütterungen - Stichwort Flugbewegungen oder Rollen auf Landebahn/Taxiways - ausgesetzt werden. Sprich: Sie muß ganz in Ruhe verbleiben, wenn solch tiefe Temperaturen herrschen.
Bei den Schaltern aus unserem Betrieb geben wir z.B. eine Temperatur-Bereich von -5°C bis +60°C im Betrieb bei Voll-Last an. Lager-Temperaturen liegen bei -45°C bis +85°C.
Grund für die Begrenzung bis -5° ist das Verhalten von Kunst-Stoffen, die geringe Mengen Wasser aus der Umgebungsluft aufnehmen. Unter -5° beginnen Kunststoffe zu verspröden und können bereits bei recht geringen Stößen zu reißen beginnen.
Die NaBo wird wohl wenig bis gar keinen Kunststoff enthalten, deswegen kann sie bis °35C betrieben werden. Die Differenz zur Lager-Temperatur hat möglicherweise mit den Lagern im Uhrwerk bzw. dem eingesetzten Schmierstoff zu tun. Diesbezüglich weiß Forums-Mitglied Peter a.k.a. 1.Wart F-104G
sicher mehr
Seine Fotos finde ich auch ungemein faszinierend und interessant !!
Danke dafür !!!!!! -
Tolle Berichte von den Uhren und sehr faszinierend
Ich bin auf der Suche nach einer SINN NABO 17 ZM.KAnn jemand helfen?xx Edit AndiS: weitere Kontaktdaten gelöscht, das Gesuch ist ja bereits im Marktplatz vorhanden.
Hier bitte nur Beiträge zum Thema und keine Kaufgesuche. -
Hier ein weiterer Einbauort der "Sinn" Nabo.
Hier handelt es sich um die "Sinn" NaBo 17 FA in der Sikorsky CH-53.
Welche Ausführung von Hubschrauber ist mir nicht bekannt, da hier auch Modernisierungen stattfanden und noch stattfinden.
Bei der Vorstellung der NaBo 17 FA wurde schon mal Bezug auf die CH-53 der ehem. Heeresflieger, jetzt ja Luftwaffe genommen.
Das Foto von dem "bunten Hubi" wurde mir freundlicherweise von OStFW Ralf Hochrein vom Hubschraubergeschwader 64 zur Verfügung gestellt.
Nachfolgend paar Fotos vom Cockpit der CH-53. Jeder Platz der Luftfahrzeugführer ist hier mit einer eigenen Borduhr ausgestattet,
während bei der Bell UH 1D nur eine Borduhr zentral in der Mitte im Instrumentenbrett angeordnet war.
Das Foto oben zeigt eine modernere Cockpitausführung, aber immer noch mit mechanischen "Sinn" Nabos.Die Cockpitaufnahmen wurden von mir am "Tag der Bundeswehr" beim HSG 64 in Laupheim aufgenommen.
Mit fliegerischem Gruß
Peter
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Peter, vielen Dank für die beindruckenden Bilder und die interessanten Informationen.
LG Michael
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Diese Uhr stellt einen der sehr frühen Vorgänger der heute noch verwendeten "Sinn"-Borduhren dar.
Hier sieht man eine "Junghans" BO-UK 1 der 1. von 5 Versionen.Merkmale dieser frühen 1.Version:
Die Zeiger werden durch Ziehen und Drehen der Krone verstellt.Das Gehäuse wird durch einen Einpress-Deckel verschlossen, später wurde dann auch ein Deckel mit Bajonett-Verschluss verwendet.
Der 30-Minuten-Totalisator besitzt kleine Zahlen und Punkte in 2-er-Schritten.
Meist wurde hier eine Messing-Lünette verwendet.Mit fliegerischem Gruß
Peter
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Keine NaBo, J30-D
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Hallo,
hier scheint es sich um eine Stations-oder Funkraumuhr zu handeln.
Bezeichnung: FL. 25591 mit weiß-metallenem Ziffernblatt...und kleiner Dauersekunde.
Verbaut war diese Uhr meist in einem Holzgehäuse.
J 30 D ist meines Wissens die Uhrwerkbezeichnung, welche besagt, dass es sich hier um ein Junghans 8 Tagewerk handelt.
Anders als beim J 30 BZ, hier handelt es sich um ein 36 Stundenwerk, welches in Borduhren eingesetzt war.Mit fliegerischem Gruß
Peter
Weiter Infos im Buch: 150 Jahre Zeitmessung beim deutschen Militär von Konrad Knirim, auf Seite 311.
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Hier ist ebenfalls ein früher Vorgänger der heutigen "Sinn"-Borduhren zu sehen.
Anders als bei der 1. Version, wird hier mittels eines Hebels in 3-Uhr-Position, die Funktion "Zeiger stellen" aktiviert.
Das Ziffernblatt und die Zeiger sind gleich deren der 1.Version.
Bei dieser Ausführung kam schon der Bajonett-Verschluss beim Gehäuse-Deckel zu Anwendung.Auf den Fotos ist deutlich der Hebel mit Stellungsmarkierung zu sehen.
Diese Aufnahme wurden mit einer Lampe, welches sehr kurzwelliges UV-Licht aber kaum störendes weißes Streulicht abgibt, aufgenommen.
Je nach Winkel reflektieren nur die Zeiger oder alle Leucht-Indices.In Artikel 7 ist die 3. Version der BO-UK 1 abgebildet.
Einziger Unterschied zu den Vorgängerausführungen ist der Schieber in "5-Uhr-Position",
mit welchem hier das Stellen der Uhr aktiviert wird.
Der Schieber bei der "5" scheint sich so bewährt zu haben, dass er in der 4. und 5. Version der BO-UK 1 übernommen wurde.
Ja selbst bei den späteren "Sinn"-Borduhren kam dieser dann in ähnlicher Art zur Anwendung.In Artikel 47 ist die 4. Version der BO-UK 1 abgebildet. Hier wurden andere Zeiger und ein anderes Ziffernblatt verwendet.
Auch gibt es hier einen 30-Minuten Totalisator, jedoch die Einteilung auf dem Ziffernblatt wurde hier mit kleinen feinen Strichen und Zahlen in 5-er-Schritten vorgenommen.
Zeigerstellung wieder mittels Schieber bei der "5" und der Krone.Die Artikel 38, 37,28 und 19 zeigen die 5. und letzte Version der BO-UK 1 (mit zum Teil unterschiedlichen Zeigern)
Hier ebenfalls die Zeigerstellung mittels Schieber bei der "5" und mit der Krone.
Bei dieser letzten Version kam schon der 15-Minuten-Totalisator zur Anwendung.
Dieser Uhren-Typ fand auch noch bei der Bundeswehr Verwendung.
Der 15-Minuten-Totalisator wurde dann auch bei der "Sinn" NaBo 17 ( F, FA und AF ) übernommen.
Lediglich ein anders Werk wurde verbaut--statt dem J 30 BZ kam jetzt ein Valjoux 5.. zum Einsatz.Die Einbaumaße der heute noch verwendeten "Sinn"-Borduhren der NaBo 16 und 17-Serie sind immer noch identisch deren in den 30-er Jahren produzierten "Junghans"-Borduhren,
welche ja als Vorgängermodelle gelten und von Helmut Sinn weiterentwickelt wurden.Mit fliegerischem Gruß
Peter
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Peter, vielen Dank für die sehr interessanten Informationen. Das ist ein spannendes Thema.
LG Michael
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Das Foto zeigt ein Luftfahrzeug vom Typ: Fiat G.91, auch "Gina" genannt.
Die Fiat G.91 wurde 1958 bei der Luftwaffe der Bundeswehr eingeführt und wurde als leichtes Erdkampfflugzeug und leichter Bomber eingesetzt.
Es gab ein- und zweisitzige Versionen.
1982 wurde dieses Flugzeug ausgemustert und durch die deutsch-französische Entwicklung, den "Alpha Jet" abgelöst.Unten ist das Instrumentenpanel der "Fiat" G.91 zu sehen.
Deutlich ist die Borduhr vom Typ: "Junghans" BO-UK 1 in der 5. Version, allerdings schon mit schmalen Zeigern zu erkennen.Dieses Modell wurde von mir schon im Beitrag 28 vorgestellt.
Das erste und dritte in diesem Beitrag gezeigte Foto wurden mir freundlicher Weise von der Traditionsgemeinschaft JaboG 43 in Oldenburg zur Verfügung gestellt.
Diverse Exponate um den Fliegerhorst Oldenburg sind im Vereins-u. Ausstellungsgebäude ausgestellt und können besichtigt werden.
http://www.fliegerhorst-oldenburg.de/ausstellung.php
Das zweite Foto wurde in einem Shelter im Jet Museum JaboG-34 aufgenommen und zeigt eine wunderbar restaurierte "Fiat" G.91
Auch hier sind Besichtigungen möglich, weitere Infos unter:
http://www.focus-starfighter.de/?TermineMit fliegerischem Gruß
Peter
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Servus,
hab' mich gerade durch diesen wunderbaren Beitrag durchgeackert. Viel neues gelernt, viele schöne Bilde - Danke fürs Zeigen.
Beitragen kann ich hier nicht mehr sehr viel, außer dass ich noch einen relativ seltenen Einblick in das schöne Uhrwerk der Bäuerle Stationsuhr der BW liefern kann. Tobias Bäuerle und Söhne belieferten bereits die Wehrmacht mit Stationsuhren und später auch die Bundeswehr. Die Nachkriegsgehäuse waren anfangs noch aus Holz und wurden später in den 1960ern durch Kunststoff ersetzt. Der Nachfolger der Bäuerle wurde Anfang der 1980er Jahre die Wempe Chronometerwerke mit Quarz Uhrwerk, welches sehr, sehr genau läuft.
Gruß Felix
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Schicke Tischuhr Emil
und so schön grün
Die Marke kannte ich bislang auch noch nicht
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Felix, ich finde die auch toll.
LG Michael
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Aha, bei deiner ist Käfighaltung äh KFZ-Halterung angesagt
Mir ist immer die artgerechte Haltung wichtig, gleich und gleich gesellt sich gern, oder wie sagt man? -
Noch ne Frage:
für was oder wo wurde die Uhr bei der BW eingesetzt,
als Schreibtischstubenuhr
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Ich zitiere mal aus Konrad Knirims Buch Seite 585 und 586 zum Thema "Das Heer der Bundeswehr":
"Tischuhren wurden ab 1955 in großer Stückzahl beschafft und fortan in Fernsprechzentralen, Vermittlungen, Dienststellen, Funkstellen auf Kettenfahrzeugen, Spähwagen, Funkwagen, usw. eingesetzt. Diese einheitlichen Uhren gehörten auch zur Ausrüstung von Feuerleitständen, Radargeräten und zu den Aufklärungszentralen der Flugabwehr ... Nach Waffengattungen wurde nicht mehr unterschieden."
Ich kann nichts beitragen, wo und wie genau die Fernmeldeuhren bzw. Funkraumuhren in der Bundeswehr eingesetzt wurden, da ich meine Dienstzeit beim Bundesheer abgedient habe.
Nachtrag: die Wempe 6645-12-171-7365 sollte man nicht unterschätzen

KFZ und Wandhalterung 6645-12-135-2094
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Heute bei mir Angekommen

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Glückwunsch Michele tolles Stück

Do was gehört einfach in neuen guten Sinn Haushalt
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Emil danke noch für die Ergänzung!
Eine Frage noch:
Sind das auch alles Deine Tischuhren auf dem Bild
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