Man erfreut sich ein Weilchen an ihr, aber eigentlich bewahrt man sie schon für den nächsten Ausleihenden.
Bisher habe ich über dieses Modell von Sinn nur wenig gelesen, daher dachte ich, es wäre interessant, sie hier einmal zu zeigen. Von einer Vorstellung im engeren Sinn möchte ich da gar nicht sprechen, und ich erwarte auch nicht allzu viele Kommentare. Aber dennoch denke ich, dass solch eine Uhr hier hingehört.
Es handelt sich um die LU 5050, dabei steht LU für „Leihuhr“. Von der Existenz dieser Uhr wusste ich schon länger, in der Hand hatte ich sie bisher aber nie. Als ich nun kürzlich bei Sinn Im Füldchen war, um eine Uhr abzugeben, habe ich die Gelegenheit genutzt, und mir für den Dauer der Reparatur eine 5050 ausgeliehen. Übergeben wird sie mit einem neuen schwarzen Lederband, das auf der Rückseite mit „Kundenservice“ gelabelt ist und eine satinierte Sinn-Dornschließe trägt.
Dieser Typ Uhr wird von Sinn wohl seit etwa 2015 an Kunden ausgegeben. Früher wurde das nicht ganz einheitlich gehandhabt - Forumskollegen hier und aus dem Nachbarforum haben beispielsweise von einer 903 oder einer 103 Ti Ar berichtet, die, mit passender Rotorgravur ausgestattet, als Leihuhr fungiert haben – und sicher häufig weitere Begehrlichkeiten weckten.
Mittlerweile wird geschlechterunabhängig die hier gezeigte Unisex-LU verwendet. Für den modischen Mann von heute ist das vielleicht nicht leicht zu verkraften, besitzt die 5050 doch einen Durchmesser von nur knapp über 36 mm.
Die 5050 ist ein Modell, das natürlich ganz stark an die Frankfurter Finanzplatzuhren erinnert, am ehesten an die unten gezeigte 6068 (38.5 mm Durchmesser). Das glänzende Zifferblatt hat sie ebenfalls von der 6068 geerbt, statt „Automatik“ ziert das Zifferblatt ein kleines [Q] als Hinweis auf das verbaute Quarzwerk.
© Sinn