Nutzung der blauen Schraubensicherung

  • Sinn liefert zu jedem Metallband oder Uhr mit Metallband den blauen Schraubenkleber mit.
    Weil ich nun schon unterschiedlichste Varianten gesehen habe, wie die Flüssigkeit angewendet wird, hier mal die Frage an die Runde:

    Wie kommt bei Euch die Flüssigkeit aufs Gewinde?

    Wird das die Flüssigkeit kopfüber auf die Schraube getröpfelt ?
    Oder kommt ein Tropfen der Flüssigkeit auf Arbeitsfläche und die Schraube wird eingetaucht?
    Oder gibt es noch andere Varianten ?

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Da ich beruflich oft Schraubensicherung in verschieden stärken benutze :

    Schraubensicherung wird normalerweise einseitig dünn aufs Gewinde aufgebracht. Also entweder auf die Schraube oder ins Innengewinde. Wichtig ist hierbei. Es gilt NICHT viel hilft viel, sondern viel macht Sauerei.


    Tatsächlich verwende ich bei den Armbändern gar keine Schraubensicherung. Es hat sich auch noch nie eine der Schrauben von alleine gelöst. Und selbst wenn, würde das recht schnell auffallen da sie dann aus dem Band heraussteht. Daher verzichte ich hier auf die Flüssigkeit und erspare mir so manche sauerei ;)

    Grüße

    Gregor :aetsch:


    my brain is my castle - but sometimes it becomes a prison

  • Ich tupfe ganz vorsichtig mit einem Zahnstocher etwas Sichrungsmittel auf das Gewinde.

    Schraubensicherungsmittel auf eine alte Zeitung, Zahnstocher eintauchen, Gewinde 1-2 betupfen

    Liebe Grüße

    :alexhai:


    Alex

    Alles bleibt gut

  • genau so mache ich es auch. Nur ein kleines Tröpfchen auf die Schraubenspitze und beim
    Eindrehen verteilt sich das innen im Gewinde dann bevor es hart wird.

    Muchos saludos !

    Gerd

    a home without a dog is just a house

  • Ich halte es wie Gregor: Noch nie benutzt und noch nie vermisst. Obwohl ich teilweise auch die Uhren am Stahlband beim Mountainbiken Trage.

    Beste Grüße
    Axel

    Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt, Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
    (Reinhard Mey)

  • Moin Andi,
    das kommt bei mir nicht zum Einsatz.
    Und toi ... toi ... toi, bis jetzt hat sich noch keine Schraube gelockert.
    Und ich trage seit Jahren, meine Uhren nur am Metallband.

    Grüße Karsten

    Ein guter Lehrer bleibt ein Schüler bis an das Ende seiner Tage.

  • Ich habe, soweit ich mich erinnern kann, nur einmal eine Schraubensicherungsflüssigkeit verwendet - als sich eine Torx-Schraube am Damasko-Band gelockert hat.

    Wie genau ich sie damals angewandt hab', weiß ich leider nicht mehr, aber die Papier-Zahnstocher-Methode klingt sehr vernünftig.
    An Sinn-Metallbändern hatten die Schrauben immer einen recht festen Sitz - werksmäßige Spuren von Schraubensicherung konnte ich allerdings nie entdecken.

  • Ich habe beruflich auch mit der Anwendung unterschiedlicher Schraubensicherungen zu tun und kann das, was Fairlady Driver geschrieben hat, nur unterstreichen.
    Ein wenig Schraubensicherung kommt auf die Gewindegänge. Ein Tropfen aus der Flasche ist bei den kleinen Schrauben des Armbands schon viel zu viel. Überschüssige Flüssigkeit kann man ja mit einem Papiertaschentuch abtupfen.

    Wenn man es mit der Schraubensicherung halbwegs ernst nimmt, müssen die zu verbindenden Gewinde fettfrei sein, die Oberflächen also vor Montage mit Entfetter behandelt werden. Die Schraubensicherung entfaltet nicht ihre volle Wirkung, wenn man vorher das Gewinde mit seinen fettigen Fingern angegrabbelt hat.
    Wenn man es richtig ernst nimmt, werden die zu verschraubenden Gewinde vor Aufbringen der Schraubensicherung noch mit einem Aktivator benetzt. Soviel zur Praxis im Maschinenbau.

    Die Praxis am Uhrenarmband sieht so aus, dass auch ohne Entfetter und ohne Aktivator und meinestwegen auch mit fingerfettigem Gewinde und ohnehin meist viel zu viel Schraubensicherungsmittel die Verbindung so fest wird, dass das Lösen, falls mal notwendig, so schwer geht, dass der Innensechskant vermackt wird, ehe sich die Schraube bewegt.

    Ich meine, die Anwendung von Schraubensicherung bei den Armbändern ist überhaupt nicht notwendig. Bei mir hat sich in 20 Jahren noch keine Schraube aus einem Armband gelöst. Und falls es doch mal passieren sollte, würde ich sie wieder festschrauben. Es ist nur ein Uhrenarmband, kein Flugzeugmotor! :)
    Und beim Checken der Uhr vor dem Anlegen sieht man doch, wenn sich eine Schraube im Laufe der Zeit losgedreht haben sollte.

    Gruß
    mabel

    Einmal editiert, zuletzt von mabel (1. Mai 2019 um 10:18)

  • Moin Andi,
    das kommt bei mir nicht zum Einsatz.
    Und toi ... toi ... toi, bis jetzt hat sich noch keine Schraube gelockert.
    Und ich trage seit Jahren, meine Uhren nur am Metallband.

    Grüße Karsten

    Wie ihr euch vlt erinnert hatte der Andi letztens Geburtstag. In dem Alter kann schon mal die ein oder andere Schraube locker sitzen :mitleid

    Grüße

    Gregor :aetsch:


    my brain is my castle - but sometimes it becomes a prison

  • Früher nutzte ich auch kein Schraubensicherungsmittel, doch seit mein Kollege fast seine Rolex verloren hat, mach ich gerne ein Tröpfchen auf das Gewinde.

    Der Kollege kam zu mir, ich solle mir mal seine Uhr anschauen, er bekäme den Sicherungsbügel der Schließe nicht mehr zu?!?
    Nach kurzer Begutachtung konnte eine Diagnose gestellt werden: Die erste Schraube an der Schließe hatte sich gelöst und schaute bereits ein ganzes Stück heraus und blockierte so den Sicherungsbügel.

    Die lose Schraube in der Mitte des Bandes und die Uhr wäre weg.....

    So selten sind lockere Schrauben in den Foren nicht, ab und an kontrolliere ich sogar, ob noch alles fest zu geschraubt ist

    Liebe Grüße

    :alexhai:


    Alex

    Alles bleibt gut

  • Ich sage jetzt mal Achtung 8)
    Gerade die alten Schlitzschrauben der dünneren Stahlbänder waren am Schlitzkopf echt oft gefährlich Übervordert
    wenn zuviel Schraubensicherungsmittel fest wurde.
    Da man dort gut sah/sieht ob sich etwas löst,habe ich bei diesen auch auf Sicherungsmittel verzichtet.

    Gruss Lasse

    Schäfchen zählen,pah ich leg mir meine Uhr aufs Ohr :zzz:

  • Ich nutze es sicherheitshalber an allen Schrauben, wenn eine neue Uhr bei mir einzieht.
    Möchte einfach keine Uhr im Meer oder in 'nem See versenken.

    Dazu tropfe ich etwas Schraubensicherung auf geknicktes Papier, tauche einen Zahnstocher ein und bringe damit etwas auf das Gewinde.

    Da ich danach niemals mehr an meinen Bändern herumschraube (mein Handgelenk verändert sich ja nicht), weiß ich allerdings nicht, ob sich die Schrauben schadlos wieder lösen lassen.
    Erwärmen soll dabei aber zur Not helfen.

    Viele Grüße, Daniel

  • Habe ich das mit dem Zahnstocher von dir oder du von mir oder haben wir das unabhängig von einander gtrennt entwickelt? :)

    Liebe Grüße

    :alexhai:


    Alex

    Alles bleibt gut

  • Faszinierend, worüber man sich so alles austauschen kann... :D
    Ich wusste bisher noch nicht einmal genau, wofür dieses kleine Fläschchen eigentlich verwendet wird! :ash:
    Was bin ich froh, dass es dieses Forum gibt! :)

    P.S. Bisher haben die Schrauben an meinen Bändern zumindest für die Verweildauer in meinem Arm immer gehalten - aber das heißt bei mir ja nicht viel! SchuechternKichern

  • Alex:

    Ich kann mich nicht erinnern- möglich sind da wohl alle drei Varianten. :)

    Hab‘ da immer den Vorteil gesehen, daß ich weder die Tischplatte, noch meine Finger oder das ganze Armband blau einfärbe/verklebe. :vampir:

    Viele Grüße, Daniel

  • Interessante Meinungen, ganz unterschiedlich. ;)

    Meine Erfahrungen über die Notwendigkeit der Schraubensicherung: Verloren habe ich noch nie eine Uhr, aber es haben sich bei mir sowohl bei Metallbändern, aber auch bei Lederbändern die Verschraubungen schon gelockert und ich werde da schnell nervös, wenn ich den Rest den Tages Sorge haben muss, meine schöne Uhr zu verlieren.
    Deshalb gilt bei mir immer: Schraubensicherung muss sein. Es ist wenig Mehraufwand und hat grosse Wirkung.
    Und ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass hier weniger mehr ist. Ich hatte schon Uhren in den Händen, da wurden die kompletten Schrauben in blaue Flüssigkeit getaucht, einfach nur eine riesen Sauerei. :&: :sick: Und wenn der Schraubenkleber zwischen Schraube und Band kommt, hält das wirklich bombenfest, die Schrauben sind dann kaum noch zu Lösen. Von daher kann ich mich den Vorrednern nur Anschließen: Nur auf einer Gewindeseite aufbringen und auch wirklich sparsam.

    Grund meiner Frage ist, dass ich schon viel ausprobiert habe und nicht sicher bin, ob das wirklich der perfekte Weg ist.
    Die Zahnstochermethode habe ich auch schon oft angewendet, in der Zwischenzeit mache ich das so, dass ich die kleine Schraube auf dem Inbusschlüssel halte, und das Gewinde vorsichtig in die Flüssigkeit eintauche. Geht schnell und ist einfach und sauber:

    .

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Bei mir hat sich mal im Urlaub an einer Steini ne Schraube gelöst und sich in den Abfluss des Waschbeckens verabschiedet. Um nicht noch mehr Schaden anzurichten habe ich sie dort belassen und bin nen halben Tag durch Klagenfurt gelatscht um ein Natostrap aufzutreiben. Zuhause habe ich dann erst mal alle Schrauben mit dem Sinn Lack behandelt.
    Seither geht's bei mir nur noch mit Nato in offene oder natürliche Gewässer, egal was andere davon halten.

    Zum auftragen drücke ich die Flasche soweit dass sich an der Spitze ein Tropfen bildet, in den ich dann die Schraube tauche.

    Gruß
    Manfred


    - Sinn 103 StSa
    - Steinhart Ocean 44
    - Steinhart Vintage GMT

    - Seiko – SKZ325K1 - Stargate

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