Hallo ihr!
Ist es denkbar oder technisch sinnvoll dass ein Chrono bei dauerhaftem Betrieb der Chrono-Funktion eine Gangabweichung vollzieht? Und falls, woran liegt das?
Danke und Grüße.
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Neues Benutzerkonto erstellenHallo ihr!
Ist es denkbar oder technisch sinnvoll dass ein Chrono bei dauerhaftem Betrieb der Chrono-Funktion eine Gangabweichung vollzieht? Und falls, woran liegt das?
Danke und Grüße.
Ich ein Chrono hat immer eine höhere Gangabweichung bei eingeschaltener Funktion. Keine Ahnung warum.
Denkbar ist es, aber wieso sollte eine veränderte Gangabweichung "technisch sinnvoll" sein ???
Ich habe etliche Chronographen. Keiner davon hat mit eingeschalteter Stoppfunktion eine für mich in einem Beobachtungszeitraum von mehreren Tagen/Wochen erkennbar höhere/geringere Gangabweichung als ohne, sofern die Aufzugsfeder ausreichend vorgespannt ist.
Die Kronenlage oder Tragegewohnheiten oder Temperaturdifferenzen haben da teilweise viel mehr EInfluss auf die Ganggenauigkeit.
Gruß
mabel
Ich ein Chrono hat immer eine höhere Gangabweichung bei eingeschaltener Funktion. Keine Ahnung warum.
Da diese Aussage im direkten Gegensatz zu meinen persönlichen Testreihen mit etlichen Chronographen steht, würde ich mich über belastbare Belege dafür freuen.
Gruß
mabel
Ich bin weit davon entfernt ein Fachmann zu sein, aber (was immer man sonst von ihnen hält) in den Tests der Fachzeitschriften wird der Gang oft mit und ohne (eingeschalteten) Chrono angegeben. Also geht man von einer Auswirkung aus.
Und i. a. R. muss ja plötzlich von Feder/Hemmung nicht nur ein, sondern dann zwei Räderwerke und Zeigerspiele bewegt werden mit Reibung, Momenten und allem was dazugehört.
Da gehe ich von aus, dass das auf Amplitude und damit Gang Auswirkung hat.
ZitatIch bin weit davon entfernt ein Fachmann zu sein, aber (was immer man sonst von ihnen hält) in den Tests der Fachzeitschriften wird der Gang oft mit und ohne (eingeschalteten) Chrono angegeben. Also geht man von einer Auswirkung aus.
Und i. a. R. muss ja plötzlich von Feder/Hemmung nicht nur ein, sondern dann zwei Räderwerke und Zeigerspiele bewegt werden mit Reibung, Momenten und allem was dazugehört.
Da gehe ich von aus, dass das auf Amplitude und damit Gang Auswirkung hat.
Absolut richtig Claus, so ist auch meine Einschätzung zu diesem Thema. Rein technisch gesehen muss sich einfach was an den Gangwerten ändern.
Wirklich aussagefähige Messergebnisse habe ich aber leider auch nicht.
- gesendet mit Tapatalk -
Wenn die Federspannung groß genug ist, muss die zusätzliche Funktion / Reibung keinen EInfluss haben. Ist die Spannung eher knapp kalkuliert und bei der reinen Uhrzeitanzeige schon "im oder nahe des Grenbereichs der Leistungsfähigkeit", kann der Chrono schon einen Einfluss haben.
Ich würde bezogen auf die Ausgangfrage sagen: Kann, muss aber nicht.
Unabhängig von der Chrono-Steuerung (vertikale oder horizontale Kupplung, Schaltrad oder Hebel) erhöht sich im Betrieb der innere Widerstand und die Reibung.
Ich denke, dass das Einregulieren eines Chronos für die Hersteller immer ein Kompromiss ist.
Die Aussage, die ich getroffen habe, kommt von meinem Juwelier. Zumindest ist es so bei der EZM13.
Es muss wohl schon eine Gangabweichung bei eingeschaltetem Chronographen geben.
hatte das schon mal irgendwo gelesen, gesucht und gerade gefunden:
COSC PRÜFUNG : Ist die Armbanduhr mit Komplikationen – wie zum Beispiel einer Chronographenfunktion – ausgestattet, so wird diese am zehnten Prüfungstag eingeschaltet, um festzustellen, inwiefern sie sich auf die Ganggenauigkeit des Kalibers auswirkt.
- gesendet mit Tapatalk -
Ich habe dazu folgende Erfahrung gemacht:
Die 757 Diapal (7750) läuft dank fehlender Sekunde "normal" weiter bei mitlaufender Chronofunktion. ![]()
UND: sie hält das durchaus mehrere Tage nonstop aus (Uhr wird ständig getragen)
Mein teuerstes Modell von Sinn; die EZM 1.1 (SZ01 / Basis 7750) kackt nach 3 Stunden ab und bleibt stehen.
Finde ich inakzeptabel und vermute hier auch einen Werksmangel.
Deshalb habe ich sie nach nur 4 Wochen Nutzungsdauer nun bei Sinn abgegeben und warte darauf, die
Uhr wieder zu bekommen.
Das soll lt. Sinn Ende März der Fall sein.Das wären dann gute 4 Wochen.Wenn mir Corona nicht dazwischen kommt.
Ich hatte gehofft, die tauschen "einfach" das Werk und ich hab den Wecker nach ein paar Tagen wieder, aber das ist
wohl leider nicht so.
Wie auch immer; Hauptsache es wird gerichtet und der Termin Ende März steht.Sind ja nur noch 2 Wochen.
Achso; rein technisch gesehen (da schliesse ich mich gerne Claus an)könnte man davon ausgehen, das die zusätzliche
mechanische Beanspruchung bei laufendem Chrono Auswirkungen auf die Ganggenauigkeit der Uhr Einfluß nimmt.
Bei kontinuierlichem Tragen der Uhr und den damit verbundenen Aufzug sollte das dann aber auch dauerhaft möglich sein.
Soweit mir bekannt lässt Rudi seinen 1.1er permanent mitlaufen.....
Klar, nach meinem Verständnis kann der absolute Gang sich durch Hinzuschalten des Chronos auch verbessern, z. B. wenn es sonst einen leichten Vorgang hat.
Aber: der Uhrmacher am Römer hat mir erklärt (und am mir übergebenen Verschleißteil gezeigt), dass man beim 7750 den Chrono NICHT permanent mitlaufen lassen sollte. Der Chrono wird über einen Schwingtrieb eingekoppelt, der von senkrecht auf »schräg« gekippt wird und dann immer etwas auf Verschleiß läuft. Ist wohl im Normalbetrieb kein Thema, führt aber auf Dauer zu höherer Abnutzung, weshalb man das eher nicht machen solle.
So der Meister von Sinn.
guter Hinweis ! Danke !
Ich habe den Chrono bei meinem EZM 1.1 auch monatelang (seit Dezember) mitlaufen lassen.
Uhr ist immer am Arm und ich bin aktiv den ganzen Tag.
Im Vergleich zu ohne Chrono ist die Uhr mit Chrono etwas langsamer gelaufen am Anfang, dann normal vorgehend wie ohne Chrono.
Ich muß dazu sagen, daß mein Uhrwerk erst zu langsam ging und erst nach etwa 4 Monaten soweit eingelaufen war, daß es vorging.
Ich vermute, daß sich das Chronowerk auch über einen längeren Zeitraum einlaufen muß.
Klar, nach meinem Verständnis kann der absolute Gang sich durch Hinzuschalten des Chronos auch verbessern, z. B. wenn es sonst einen leichten Vorgang hat.
Aber: der Uhrmacher am Römer hat mir erklärt (und am mir übergebenen Verschleißteil gezeigt), dass man beim 7750 den Chrono NICHT permanent mitlaufen lassen sollte. Der Chrono wird über einen Schwingtrieb eingekoppelt, der von senkrecht auf »schräg« gekippt wird und dann immer etwas auf Verschleiß läuft. Ist wohl im Normalbetrieb kein Thema, führt aber auf Dauer zu höherer Abnutzung, weshalb man das eher nicht machen solle.
So der Meister von Sinn.
Genau das habe ich bei einem Sinn-Konzi auch gehört.
Wow! Ich hatte nicht mit sooo viel Feedback gerechnet! Danke euch sehr! Ich bin drn ganzen Tag unterwegs und antworte dann irgendwann ausführlich!
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Wenn die Federspannung groß genug ist, muss die zusätzliche Funktion / Reibung keinen EInfluss haben. Ist die Spannung eher knapp kalkuliert und bei der reinen Uhrzeitanzeige schon "im oder nahe des Grenbereichs der Leistungsfähigkeit", kann der Chrono schon einen Einfluss haben.
Ich würde bezogen auf die Ausgangfrage sagen: Kann, muss aber nicht.
Auch auf die Gefahr hin dass ihr mich auslacht ... aber zum Thema Federspannung: Ist es denn nötig eine Uhr, die ich täglich trage und zeitweise nicht einmal zum Schlafen ablege, trotzdem regelmäßig aufzuziehen und falls ja, in welchen Abständen muss ich das denn tun?
Klar, nach meinem Verständnis kann der absolute Gang sich durch Hinzuschalten des Chronos auch verbessern, z. B. wenn es sonst einen leichten Vorgang hat.
Aber: der Uhrmacher am Römer hat mir erklärt (und am mir übergebenen Verschleißteil gezeigt), dass man beim 7750 den Chrono NICHT permanent mitlaufen lassen sollte. Der Chrono wird über einen Schwingtrieb eingekoppelt, der von senkrecht auf »schräg« gekippt wird und dann immer etwas auf Verschleiß läuft. Ist wohl im Normalbetrieb kein Thema, führt aber auf Dauer zu höherer Abnutzung, weshalb man das eher nicht machen solle.
So der Meister von Sinn.
Guter Hinweis. Danke dir!
Tatsächlich ist es so dass meine Uhr bei dauerhaft zugeschalteter Chrono-Funktion permanent etwa vier Sekunden pro 24h vor läuft. Schalte ich die Stoppfunktion aus, so geht sie fast auf die Sekunde genau bis maximal 2 Sekunden pro 24h vor.
Ist es denkbar oder technisch sinnvoll dass ein Chrono bei dauerhaftem Betrieb der Chrono-Funktion eine Gangabweichung vollzieht?
Nun ja, technisch sinnvoll, so ein Teil deiner Frage, ist das nicht. Sinnvoll im Sinn der Konstruktion einer Uhr ist es, sie soll die Uhrzeit anzeigen und das so genau wie technisch möglich. Demnach ist der Einfluss einer zugeschalteten Chrono,- oder gleich welcher Funktionsart auch immer hinsichtlich seiner Auswirkung auf die Genauigkeit der Messung der Zeit unerwünscht. Das lässt sich in einem mechanischen Werk zur Messung der Zeit, welches eine weitere mit dem Mechanismus gekoppelten Funktion einhergeht nicht ohne "Verluste" realisieren. Reibung, Absorption, Wirkungsgrad, Wärme, Bewegungsenergie, mechanisches Spiel, Hebelwirkung..... hinterlassen hier ihre Spuren. Wenn nicht in der Ganggenauigkeit, dann in der Gangreserve, oder......
Demnach m.E. alles vollkommen normal und die anderen Beiträge fügen sich inhaltlich erklärend hinzu.
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