Uhrenkäufe wie „verhext“ !

  • Es ist schon bezeichnend, wie sich Dinge immer wieder ereignen und wiederholen.

    Ich habe in letzter Zeit einige Uhren gekauft und man soll es kaum glauben, sehr schnell wieder verkauft. Das lag gar nicht an den Uhren selbst, sondern wahrscheinlich an mir.
    Das Paradebeispiel nach der JB 300 von Jacques Bianchi ist die aktuelle kleine Französin von Le Forban. Diese habe ich genau einen Tag getragen und bei einem Besuch bei Freunden gefiel sie der Frau so gut, dass sie mich überredet hat, sie gleich bei ihr zu lassen.
    Es war schön zu sehen, wie viel Freude sie an den kleinen Details der Brestoise hatte. Eine echte Freude.

    Ich selber hatte sie mir ja gekauft, weil sie mir einfach gut gefiel und auf den Fotos von Matze (der mich auch mit einer schönen Geschichte auf die Marke aufmerksam gemacht hatte) genauso toll aussah.
    Ich stelle mal wieder fest, dass ich oft Uhren an anderen sehe, die mir ausgesprochen gut gefallen. Aber wenn ich sie selber dann trage, merke ich, dass es vielleicht nicht die vertraute Marke oder die Wunschmaterialien sind, welche zum dauerhaften „must have“ beitragen.
    Vielleicht ist es auch einfach der Anblick des nicht Gewohnten.

    Die Gesamterscheinung der Uhr hat auf jeden Fall den Kaufreflex ausgelöst und ein gutes Gefühl bei der Bestellung erzeugt. Es ist aber dann doch wieder etwas anderes, eine vertraute Sinn anzulegen, die langjährige Begleiter auf meinen Wegen dargestellt haben.
    Da kommt eine andere Marke einfach nicht dran. Einer der wenigen vertrauten Anblicke ist bei mir auf jeden Fall die 62 MAS Alias SLA 017 von Seiko, um mal eine nicht Sinn zu nennen.

    So sind es also die 144 oder U 50 Modelle, die einfach dann wieder das Gefühl erzeugen, was ich am Handgelenk haben möchte. Allein schon der Schriftzug unserer Lieblingsmarke bringt ein vertrautes Tragegefühl und eine Verbundenheit mit sich, die so schnell von keiner anderen Uhr erzeugt werden kann.

    Material und Verarbeitung kommen dann noch obendrauf.

    Ich muss mir ehrlich eingestehen, dass ich gerne Uhren kaufe, aber am Ende kein Sammler bin ….und die wichtigste Erkenntnis:
    Ich bin Sinn-Uhren-Träger aus Überzeugung und mit einem verdammt guten Gefühl.

    Danke dafür :flw:

    Viele Grüße !
    ursinn


    In der Ruhe liegt die Kraft

  • Das kann ich so gut nachvollziehen lieber Ursinn.

    Aktuell ist es so, daß mir die 140 nicht vom Gelenk kommt.

    Meine U18 hätte ich nicht unbedingt kaufen müssen, nur so vom Gefühl her.

    Bleibt aber natürlich.

    Gilt auch für einige andere Uhren. Meine Fortis OCC, selten getragen und wieder verkauft.

    Die 757 Utc, der EinsEinser S, die nach etwas über einem Jahr wieder gingen.

    Teilweise gehört das wohl dazu zum Uhrenhobby.

    Ich hatte schon einige Nicht-Sinn Uhren in C24 auf dem Merkzettel.

    Den Mühle SAR Chrono, eine Breitling in 45mm, die Damasko‘s und die Omega Apollo 8 Dark side of the moon.

    Geblieben sind nur wenige davon.

    Gekauft habe ich ebenfalls keine bisher.

    Sinn bleibt vom Design, Material und Ausstattung halt unerreicht : like

    Ganz lieben Gruß

    Ru_Di

    Expect no quarter, expect no mercy, expect total hell

  • Denn das lieber Rudi kann ich ebenfalls sehr gut nachvollziehen.
    Deine 140 S ist erste Sahne.

    Ich durfte sie ja schon anlegen (Foto anbei)


    Mit meinen "inner circle" Uhren fühle ich mich Pudelwohl.

    Die anderen von Dir genannten habe ich ja vor längerer Zeit schon gehabt und probiert. Keine ist geblieben.

    Und heut zu Tage kommt noch die Gefahr von Überfall und Diebstahl verstärkt hinzu. Mit einer Submariner , Omega oder Breitling in Barcelona oder Amsterdam ist man nicht gut beraten.
    Mit der U50 bin ich dort schon oft und gut abgetaucht. : like

    Viele Grüße !
    ursinn


    In der Ruhe liegt die Kraft

  • Auch dieser Satz passt noch zum Thema.

    Und das muss man im Moment wirklich so sagen. Alle die, welche mit dem Gedanken spielen, eine Uhr zu verkaufen, um eine neue Idee zu verwirklichen, haben es wirklich sehr schwer.

    Das ist schon ein Teufelskreis, denn bevor man eine neue Uhr kauft, möchte man doch den Verkauf einer anderen irgendwie auch absichern. (Ausser man sammelt und sammelt)

    Da genau dies in dieser Zeit etwas stagniert, glaube ich, dass es auch Uhrenhersteller und Konzessionäre gleichermaßen merken. Und über die Preise, welche im Moment angeboten werden, wenn überhaupt jemand Interesse hat, haben wir hier schon viel gehört und geschrieben... das verdirbt einem dann endgültig die Lust.

    Man muss aber auch so ehrlich sein, dass jeder frei entscheiden kann, wie viele Uhren er sein eigen nennen möchte. Und wenn der Koffer voll ist und eine neue her soll, dann muss eben der Verkauf einer Uhr möglich sein.

    Man fragt sich also im Moment wie soll das weitergehen? Auch hier im Forum sehe ich die ein oder andere angebotene Uhr, die auch weiter angeboten bleibt. Ich selber konnte gerade eine Uhr über Chrono24 verkaufen.
    Vielleicht Glück.

    Aber so wirklich Bewegung ist da nicht drin. Die "Zurückhaltung ist groß"!

    Bei solchen Uhren-Fans, wie wir welche sind, schreibt man solche Dinge natürlich nicht gerne und man will ja auch nicht das Geschäft schädigen.

    Aber bei aller Ehrlichkeit muss man einfach sagen, dass im Moment im Verkauf und gerade auf dem Gebraucht-Markt die Luft ziemlich raus ist. Wahrscheinlich ist das bei neuen Uhren sogar nicht viel anders.

    Was sagt ihr?... oder anders gefragt : Was machen wir?

    Viele Grüße !
    ursinn


    In der Ruhe liegt die Kraft

  • Danke Dir fürs Ausprobieren.

    Dann spare ich mir neue Angebote in den Kleinanzeigen.

    Ich denke eine UX für um 2K€ geht immer, gilt auch für eine 857Utc zu deren Gebrauchtpreis.

    Die gehen schnell weg, auch im Bereich 41mm ist die Nachfrage sicher höher.

    EIne U50 dürfte einfacher zu verkaufen sein, Neupreis minus 30% und ab dafür.

    Ich habe mein Pulver ja eigentlich verschossen für 2025, daher schaue ich nur in C24 was mir gefallen könnte.

    Sinn wird sicher im Herbst was bringen in der gefälligen 2-3K€ Klasse und 41mm.

    Wie immer halt (leider).

    Eine U1 S Lumibär gibt es bestimmt erst, wenn die Kleine ab verkauft ist, falls überhaupt.

    NS: Früher ging es besonders einfach etwas zu verkaufen, wenn man die neue Uhr schon hat.

    Dann erträgt sich in der Euphorie auch der Verlust beim Verkauf besser :D

    Ganz lieben Gruß

    Ru_Di

    Expect no quarter, expect no mercy, expect total hell

  • Ein toller Beitrag , dem ich fast vollständig zustimmen kann. Allerdings trage ich auch einige Uhren von anderen Herstellern die mir wirklich über lange Zeit hinweg gut gefallen. Auch Uhren kleiner Marken trage ich mit Freude. Aber ich lasse Uhren auch wieder ziehen wenn sie mir nicht zusagen. Das ist bei mir oft Bauchgefühl. Am meisten zufrieden und uhrentechnisch "Zuhause " fühle ich mich mit meiner SINN 157 Ti. Ich würde mich auch über eine Neuauflage mit dem SZ01 freuen.

  • @ Ru_di

    Du hast schon recht…bei einer U15 für UVP 2999,- wären wir dann bei 2100,- von privat. Die wird verkauft. Ganz sicher.

    Die meisten setzen das Preisniveau aber auf Händlerebene an.

    Ich glaube da muss man sich mit anfreunden. Von privat gibt es weniger…sonst kann ich gleich bei Miquel oder ähnlichen kaufen.

    Fazit : Verkaufe ich eine vor kurzem neu erworbene Uhr privat, ist 1/3 Schwund. Dann klappt es mit den Interessenten.
    (Ausnahmen bestätigen die Regel)

    Viele Grüße !
    ursinn


    In der Ruhe liegt die Kraft

  • Tja, wer eine neue Uhr kaufen möchte und hinterher die Finanzierung über den Verkauf einer anderen Uhr decken möchte, muss wohl derzeit die Reihenfolge ändern. Sonst könnte das ganz schön in die Hose gehen.
    Ich empfinde es derzeit auch so, dass der Verkauf von Uhren -sowohl neu wie gebraucht- schwieriger ist, wie in den letzten Jahren. Das wird in den nächsten Monaten bei Händlern (online und stationär) für eine Marktbereinigung sorgen.
    Ganz sicher hat es mit der allgemeinen wirtschafltichen Lage und Unsicherheit zu tun, und wenn man in der Zeitung liest, dass eine Firma wieder 250 Leute freigesettzt hat, bleibt das nicht ohne Spuren.
    Viele denken, dass alles gut ist, solange sie selbst nicht betroffen ist. Aber der irrt leider. Weil alles mit allem verknüpft ist.
    Ich habe in diesem Jahr bisher 3 Uhren verkauft, die U1b und die 857 UTC gingen innerhalb weniger Wochen weg, der Verkauf der Circula hat wiederrrum ein dreiviertel Jahr gedauert. Eine klare Regel zu definieren, fällt mir schwer, ich glaube nichtmal, dass ein starker Preisabschlag ein Garant dafür ist, dass die Uhr bald weg ist.
    Die Uhr und der Käufer müssen sich halt finden, aber schnelle Spontankäufe glaube ich, gibt es nicht mehr.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Die Uhr und der Käufer müssen sich halt finden, aber schnelle Spontankäufe glaube ich, gibt es nicht mehr.

    Ja, das dürfte der entscheidende Punkt sein.
    Will man eine Uhr verkaufen, die gerade jemand anderes sucht, dürfte der Preis eher eine untergeordnete Rolle spielen.

    Verkauft man eine Uhr - und sei sie am Markt auch noch so selnten - für die es gerade keine Interessenten gibt, bleibt darauf sitzen - auch wenn der Preis noch so günstig sein mag...
    Ich habe da auch so ein oder zwei Kandidatinnen im Portfolio.
    Da hilft dann alles nichts, das muss man aussitzen...

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