Auszubildender von Sinn Spezialuhren gewinnt Bundeswettbewerb im Uhrmacherhandwerk

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    Johannes Boenkendorf und sein Modell eines Zeigerwerkes.

    Auszubildender von Sinn Spezialuhren gewinnt Bundeswettbewerb im Uhrmacherhandwerk

    Der Sieger des Bundeswettbewerbs im Uhrmacherhandwerk steht fest: Johannes Boenkendorf, Uhrmacher bei Sinn Spezialuhren, hat beim nationalen Wettkampf in Würzburg den 1. Platz belegt und trägt nun offiziell den Titel „Bundessieger im Uhrmacherhandwerk“.

    Bei dieser Veranstaltung treten jährlich die besten Nachwuchs-Uhrmacherinnen und -Uhrmacher Deutschlands gegeneinander an. Zuvor durchlaufen sie einen anspruchsvollen Qualifikationsprozess: Zunächst werden auf regionaler Ebene die Auszubildenden mit den besten Abschlussnoten ermittelt. Im Bundeswettbewerb treten diese Landesbesten um den Titel Bundessieger an. Die Teilnahme ist freiwillig.

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    Achtstündige Prüfungsaufgabe: Herstellung eines Zeigermodells

    Die Prüflinge erhielten zur Umsetzung technische Zeichnungen und die erforderlichen Rohmaterialien.
    Das Zeigerwerk ist eine Baugruppe einer mechanischen Uhr, welche aus folgenden Teilen besteht: dem Viertelrohr, welches den Minutenzeiger trägt und sich einmal in der Stunde dreht, dem Stundenrad mit Stundenrohr, welches den Stundenzeiger trägt und sich einmal in 12 Stunden dreht. Stundenrad und Viertelrohr sind mit dem Wechselrad bzw. Wechselradtrieb verbunden, welches die Bewegung übersetzt.



    Praxisprojekt „Großuhr“ als Erfolgsfaktor

    Eine wichtige Grundlage seines Erfolgs sieht Johannes Boenkendorf im hausinternen Ausbildungsprojekt „Großuhr“. „In diesem Projekt fertigen alle Auszubildenden unter Anleitung unserer Ausbildungsleiterin Jessica Schmitt eigenständig eine komplette Großuhr – vom Werk über das Gehäuse bis hin zu Zeigern und Pendel. Das vermittelt uns umfassende Kenntnisse in der Arbeitsvorbereitung und in der Fertigungskoordination“, erklärt er. Zusätzlich sammeln die Auszubildenden intensive praktische Erfahrung in der Herstellung komplexer Werkteile. All diese Fertigkeiten konnte Johannes Boenkendorf im Bundeswettbewerb direkt anwenden.

    Hoher Stellenwert der Ausbildung bei Sinn Spezialuhren

    Die Ausbildung junger Uhrmacherinnen und Uhrmacher besitzt bei Sinn Spezialuhren traditionell eine hohe Bedeutung. Das Handwerk erfordert breite Kompetenzen – von historischen bis zu elektronischen Zeitmessgeräten, von theoretischem Grundlagenwissen bis zu spezialisierten Fertigkeiten in Wartung und Restaurierung. Die Förderung traditioneller Handwerkstechniken ist eines von sechs fest verankerten Unternehmenszielen.

    Uhrmacherausbildung bei Sinn Spezialuhren

    Ausbildungsleiterin Jessica Schmitt betont die hohe Qualität der Ausbildung: „Die wiederholten Erfolge unserer Auszubildenden – von Kammer- und Landessiegen bis hin zu Bundessiegern – basieren auf hohen Ausbildungsstandards. Dazu gehören eine modern ausgestattete Lehrwerkstatt und ein eigener Arbeitsplatz für jede und jeden Auszubildenden.“

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Ja, freut mich auch ! Für Sinn, für andere junge Leute, die ein Ausbildungsziel suchen, und v.a. für die Ausbilderin, die offensichtlich vieles richtig macht.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Das Thema wird auch im Nachbarforum ausführlich besprochen.

    Dort äußert sich ein gelernter Uhrmacher zum Beruf & Umfeld. Lt. Seiner Aussage bleiben nur 40% im angestammten Beruf. Es wird wohl äußerst schlecht bezahlt, im Vergleich zu anderen Handwerksberufen.

    Dies führt zu einer Abwanderung und auch zu den möglichen Montage Fehlern in den fertigen Produkten.
    Insgesamt eine sehr düstere Aussicht, die dort geboten wird.

    Schön für Sinn, wenn man an der maximal möglichen Schwelle ausbildet. Ich kann nur hoffen, man plant langfristig mit den Absolventen der Ausbildung, man entlohnt überdurchschnittlich, sollte nicht schwer sein, wenn die Gehälter in der Branche an der unteren Grenze liegen und bietet den Mitarbeiter die Möglichkeit zu wachsen.

    Wahrscheinlich ist es aber nicht anders, als in der gesamten Branche. Leider!

    Ganz lieben Gruß

    Ru_Di

    Expect no quarter, expect no mercy, expect total hell

  • Ja, ich habe es auch gelesen im Uhrforum.

    Generell ist es halt immer das gleiche Problem: Jeder will, dass im Restaurant alle Mitarbeiter anständig bezahlt werden und dass am Wochenende und Feiertagen immer geöffnet ist, wenn das Schnitzel dann aber 38,90 Euro kostet, dann sind viele empört, wie unverschämt das doch sei und dass sich hier jemand die Taschen vollmacht.

    Ich denke, dass ist das Kernproblem in vielen Handwerksberufen. Die Leistung wird (theoretisch) sehr geschätzt und (theoretisch) als wichtig erachtet, wenn es aber an`s Zahlen geht, endet oft das Verständnis.

    In der Zwischenzeit können wir mit den jährlichen Sinn-Preiserhöhungen souverän umgehen -zumindest die meisten von uns:)- aber wenn ich mir vorstelle, wir früher darüber geschimpft wurde, dass man schon wieder eine Preiserhöhung durchzieht, dann fehlte mir da oft das Verständnis. Auch wenn es mich als Kunde schmerzt, dass die nächste Uhrenreparatur schon wieder teurer wird wie beim letzten Mal, so tröstet es mich doch, dass damit Arbeitsplätze gesichert werden oder wie im Falle von Sinn, sogar Arbeitsplätze in den letzten Jahren aufgebaut wurden.

    Amen.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • : Glueckwunsch:YoureTheMan

    Tolle Auszeichnung und ein Beweis dafür, dass Sinn mit seiner hauseigenen Ausbildung alles richtig macht! :hatoff:

    Die kürzliche Nachfolge bei der Ausbildungsleitung durch die junge, kompetente wie auch sehr sympathische Jessica Schmitt trägt dazu bei, dass die Zukunft der Ausbildung bei Sinn gesichert und frisch bleibt und hoffentlich genug Nachwuchs anzieht.: 10Punkte

    Dies erfolgt ganz sicher hauptsächlich im eigenen Interesse der Firma, zumal es ja schwierig bleibt gute Uhrmacher zu finden und auch zu halten. Sicher spielt da auch das Gehalt wie die Zukunftsperspektive eine große Rolle! : doppelt Daumen hoch

    Gerade in so eine hochpreisigen exponierten Lage wie Frankfurt wo sich wohl kaum ein Uhrmacher geschweige denn ein Auszubildender eine Wohnung leisten kann...

    Erfreulich ist generell dass man trotz deutlichem Rückgang im Handwerk wieder vermehrt junge Leute für das spannende Uhrmacherhandwerk begeistern kann und generell dort im Vergleich zu vor ein paar Jahre wieder mehr ausgebildet wird.

    Weiterhin viel Erfolg! 8)

    Gruß

    Selespeed

    Consul de Guinand (Markenbotschafter)
    Calendar Master (Sinn-Forumskalender)
    Stefan alias Selefan alias Sele-Blue alias Han-Sele alias For-Sele alias Cir-Sele^^
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    Bevor isch misch uffreesch is mers liewer egaaal!

    Einmal editiert, zuletzt von selespeed (17. Januar 2026 um 11:34)

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