Metallbandmontage

  • Was für ein Akt/Erfahrungsbericht: Ich hab‘ mir gerade einen abgewürgt beim Wechsel von Chronissimo Lederband auf das 5-gliedrige Metallarmband meiner 103er.

    Vorher besorgt:(sauteure) Federstegzange von Bergeon & größere Ersatzgabeln (die 103 hat keine durchgehend für die Federstege gelochten Hörner, deshalb echt extrem frickelig zu greifen), nochmal separat 2x Bergeon Federstegbesteck mit 4 Einsätzen (weil ich die sehr weichen Spitzen von dem Sinn-Bandwechselbesteck bei meiner 757 - die hat durchgehend gelochte Hörner - jedes verdammte mal abbreche), Uhrengehäusehalter (schwenkbar). Und damit mam sieht, was man tut, eine Kopfbandlupe von Eschenbach mit Vergrößerungsfaktor 2,5.

    Fazit: wenn man das Uhrengehäuse (insbes. die Drücker) nicht beschädigen will und den Gehäusehalter deshalb nicht extrem „zuknallt“, rutscht das Gehäuse, schwupps, wenn‘s am fummeligsten ist wieder raus. Dann zerkratzt man (gottttseidank nur die Unterseite) des Chronissimo-Lederarmbands, das dank (zugegeben gut aussehender) Gehäuseintegration extrem eng an den Hörnern anliegt, wenn man die Federstege mit der (hab ich schon erwähnt: sauteuren?) Federstegzange von Bergeon greifen eill, aber abrutscht weil die Uhr vom Gehäusehalter nicht wie gewünscht gehäusegehalten wurde. Aber - das Chronissimo ging dann ab.

    Die Montage des Metallarmbandes war dann extrem fummelig, hat aber nach einer gefühlten Ewigkeit mit (einem) der zwei Bergeon Federstegbestecke (und der 1,65 mm breiten) Gabel geklappt. Die Kopfbandlupe war auch hilfreich, muss man echt sagen. Und Learning: ich bin jetzt 56,999 Jahre alt - vielleicht brauch ich so langsam doch mal ne Brille (muss mal zum Optiker messen lassen - das letzte Mal vor 10 Jahren war noch alles supergut)…

    Das Lederarmband wurde bis zum nächsten Wechsel dick mit Lederbalsam…einbalsamiert (das ich auch für die Pflege meiner gelochten Ledersitze im Auto hernehme - der 250ml-Pot für stolze 29,90 Öcken…aber sogar Mercedes Classic schwört drauf, dafür lassen die das Mercedes-eigene stehen).

    Epilog: Ich bin echt zu grobmotorisch für Uhrmachersrbeiten. Und vielleicht auch zu hibbelig/ungeduldig für sowas.

    Ach ja: So sieht das Endergebnis aus bzgl. „was für eine Uhr trage ich heute“:


    xxedit AndiS: Auf Wunsch des Verfassers neues Thema eröffnet

    4 Mal editiert, zuletzt von ow|ie (29. Januar 2026 um 18:42) aus folgendem Grund: iPhone - iTypos - iApologize…;-)

  • Also: Ich glaube alle von uns, die selbst Bänder wechseln, haben schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Und es hat geblutet, manchmal im Herzen nach zerkratzten Hörnern, Gehäusen oder verhunzten Bandanstössen, manchmal soll tatsächlich auch schon echtes Blut beim Bandwechseln geflossen sein. Und manchmal Tränen aus Verzweiflung. :)

    Für mich war ein großer Schlüssel zum erfolgreichen Bandwechsel zu allererst gescheites Werkzeug - aber das hast du ja schon gemacht.

    Gerade beim Metallband war für mich der 2. große Erfolgsbringer, nicht zu versuchen, das Band in geschlossenem Zustand zu montieren. Das klappt mMn so gut wie nie. Zu gering ist das Spiel am Bandanstoss. Deshalb habe ich mir angewöhnt, das Band IMMER zuerst an der Schliese zu trennen, damit ein gerades Annähern an den Bandanstoss möglich ist. Erst wenn beide Bandhälften am Gehäuse fixiert sind, erst dann wieder das Band an der Schliesenseite zusammenbauen.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

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