Am WE bin ich mit Freunden nach ca. 8 Jahren wieder einmal
in einem unserer Seen abgetaucht, im Walchensee.
Denn ich bin ein bekennender Warm-, Shorty- und Gute-Sicht-Taucher und
darum mag ich nicht unbedingt in unseren kalten Gewässer herumblubbern
Als dann das Angebot meiner Freunde, einen Trockentauchanzug und den Platz
im Auto zu stellen, dachte ich, ok ich fahre bzw. tauche zu Übungszwecken mit.
Also den Trocki ausgeliehen, meinen alten Aladin Pro, die Taucherbrille mit Korrekturgläser
(ja, man wir nicht jünger), den Rest meiner Ausrüstung zusammengepackt und los ging es.
Halt, die Sinn U2 nach an den Arm und dann ging es los ![]()
Als wir dann unterhalb des Herzogstand am Walchensee angekommen sind,
hatten wir frühsommerliche 25 Grad Außentemperatur
Deshalb war das Anziehen des Trockis eine doch recht schweißtreibende
Angelegenheit, aber bei zu erwartenden Wassertemperaturen
von ca. 7 Grad ein absolutes Muss.
Der Nachteil bei diesen Trockis ist, man kann unterwasser nicht hineinpieseln
Wie oben schon erwähnt, bin ich ja eher der Warmwassertaucher.
Endlich angezogen und den Buddy-Check absolviert ging es in das mir
doch schon lange unbekannte und sehr kalte Süßwasser (siehe oben).
Den Drehring an meiner U2 auf den Minutenzeiger gestellt und dann ging
es langsam in das dunkle, sehr kalte Nass hinab (brrr). ![]()
An diesem Tauchplatz könnte man theoretisch bis ca. 200m an einer Steilwand
abtauchen, manche Wahnsinnige (für mich) tauchen dort wirklich 80
bis 90 Meter ab.
Leider sind dabei schon sehr viele Taucher "verspätet" aufgetaucht.
Wir tauchten also langsam an der Steilwand hinab bis auf maximal 43m,
was mir in dieser Dunkelheit und Kälte aber vollkommen ausreicht.
Denn wirklich was zu sehen gibt es nicht, zumindest für meine Tauchgewohnheiten ![]()
Jetzt kommt der Teil, der auch für Uhrenfreunde interessant sein könnte.
Im Gegensatz zum Salzwassertauchen, wo ich auch noch auf 40m
ansatzweise die roten Minutenindexe und den roten Minutenzeiger
sehen konnte, so waren diese im Süßwasser schon ab 20m weg ![]()
Ok, als Taucher weiß man, dass die rote Farbe die Erste ist,
die unterwasser "verschwindet", aber wie oben schon beschrieben,
war das auf meinen Salzwassertauchgängen bislang kein
wirkliches Problem an meiner U2.
Aber im Süßwasser verschwindet das Rot viel eher
und schon bei geringeren Tiefen
Das heißt, beim Tauchen im Süßwasser ab ca. 20m kann man die rote Anzeige
der 2. Zeitzone auf dem ZB (brauche ich unterwasser nicht),
aber auch den doch sehr wichtigen Sekundenzeiger und die
rote Minuterie nur noch sehr schlecht ablesen ![]()
Hallo Ihr Sinn-Techniker
, was habt Ihr Euch dabei gedacht ?
Schon vor über 40 Jahren hat Euch doch schon Doxa gezeigt,
dass Orange die geeignetere Farbe gewesen wäre.
Die U-Modelle sind sehr gute Taucheruhren, aber für den Anspruch
den Sinn an diese stellt (Einsatzzeitmesser, Profigerät, GSG-9, etc.),
hätte man auf eine richtige Farbgebung achten müssen.
Oder sind die U´s doch eher für das Tauchen im Salzwasser gedacht,
das würde dann auch den U-Boot-Stahl erklären
Tja, was kann ich noch erwähnen ?
Die U2 hat den Temperaturwechsel von 25 auf ca. 7 Grad
und zurück, ohne Probleme vollzogen.
Im Gegensatz zu mir, denn auch mit Trockentauchanzug war mir saukalt
und ich hatte es sehr, sehr eilig aus diesem Trocki herauszukommen,
um schnellstens einen einsamen Baum aufsuchen zu können ![]()
