Wenn ich der Eigentümer von Rolex (träum weiter RuDi) wäre wurde ich den Schnittpunkt zwischen optimaler Menge zum gegebenen hohen Preis suchen.
Warum auf Umsatz und Mehrgewinn verzichten.....verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Das heutzutage alles in Sachwerte flüchte, zu denen auch Oldtimer und Uhren zählen, ist ja nichts Neues.
Die Nachfrageblase ist natürlich nicht die wahre Nachfrage, da ja jeder sich überall auf Wartelisten einträgt. Trotzdem denke ich man könnte das Wartefenster seitens Rolex verkürzen.
Das mag sein, vll. ist hier noch Produktions-Potenzial nach oben. Aber das ist schließlich Strategie von Rolex, das werden wir nie erfahren. Daher versuche ich mich ein wenig auf die bekannten Fakten zu stützen. Mehr dazu unten.
Sorry aber für mich ergibt sich da kein anderes Bild. Ich kann doch nichts veröffentlichen von dem ich weiss ich kann es gar nicht liefern.
Um es anders zu sagen wenn BMW einen neuen 3er rausbringt und dann sagt nö gibt es nicht kannst dich mal auf die Warteliste setzen, ups die schließen wir jetzt. Und dann noch nicht mal ein Zeithorizont da ist wann den der bestellte BWM geliefert wird , da würde wohl jeder sagen ich zitiere Götz von Berlichingen "er kann mich im Arsche lecken"
Und da Geschrei wenn Sinn das machen würde , mag ich mir gar nicht anhören.
Das ist finde ich ein wenig Äpfel mit Birnen verglichen. Dein BMW-Vergleich hinkt meiner persönlichen Meinung nach an einem Punkt: Wenn BMW nicht liefern kann und der Kunde zur Konkurrenz geht, ist das schlecht für das BMW-Geschäft. Das will BMW als Firma natürlich vermeiden. Die Konkurrenz im Automobil-Markt ist groß.
Bei Rolex ist das ein wenig anders. Wenn Rolex nicht liefert, kaufen vll. einige Leute woanders - wie bei BMW. Allerdings lassen sich (zumindest gefühlt) ebenso so viele auf (teils wohl imaginäre) Wartelisten setzen, weil sie eben Rolex (BMW) und nicht Omega (Audi) wollen. Und diesen Stand, den Rolex in der Uhrenbranche hat, hat kein Automobilkonzern in Deutschland. Porsche kommt von der Marken-Wahrnehmung dem wohl noch am Nächsten. Wenn's keinen 991 GT2 RS mehr gab, gab's halt keinen mehr. Das hat auch keiner Porsche zum Vorwurf gemacht. So oder so ist der Unterschied zu deinem Beispiel: Rolex kann es sich leisten. Rolex sch**sst auf die Leute, die zur Konkurrenz rennen - der Umsatz mit meilenweitem Abstand zur Konkurrenz zeigt, dass es (noch) nichts zu befürchten gibt.
Es steht ja genau genommen ein Faktor im Raum: KANN Rolex wirklich nicht mehr Uhren produzieren oder WOLLEN sie nicht? Sprich, gibt es eine gewollte, künstliche Verknappung? So wirklich beantworten wird man das nicht können, da Rolex bekanntermaßen sehr verschlossen ist. Allerdings gibt es zumindest recht eindeutige Zahlen, die im Folgenden auch im gleichen Satz erklärt werden:
Zitat800.000
So viele Uhren werden jährlich ungefähr bei Rolex produziert (was nur deshalb bekannt ist, weil Rolex seine Uhrwerke von der offiziellen Schweizer Kontrollstelle für Chronometer, COSC, zertifizieren lässt und deren Zahlen öffentlich sind). Hinzu kommen noch rund 200.000 Uhren des Rolex-Schwesterunternehmens Tudor.
Quelle: https://www.watchtime.net/uhren-wissen/rolex-in-zahlen/
Jetzt kann jeder selbst mal mit seiner Lieblings-Uhrenmarke vergleichen, ob 800.000 Uhren pro Jahr viel ist oder nicht und ob da für ein Unternehmen wie Rolex ggf. noch Luft nach oben wäre.
Um auf diesen Punkt nochmal einzugehen:
Ich kann doch nichts veröffentlichen von dem ich weiss ich kann es gar nicht liefern.
Ohne es zynisch zu meinen - wieso nicht? Würdest du ein Produkt nicht verkaufen wollen, nur weil die weißt, dass die Nachfrage danach so groß ist, dass du den Markt nicht sättigen könntest? Wohl kaum.
Selbst wenn es wie oben erwähnt eine bewusste künstliche Verknappung gibt, ist das gewollte Strategie. Die Nachfrage zeigt, dass diese aufgehen würde. Und wenn nicht mehr produziert werden kann, kann nicht mehr produziert werden. In beiden Fällen sehe ich kein Problem - und die Praxis zeigt genau das. Ja, es ist eine unangenehme und ärgerliche Situation für viele Händler und potenzielle Interessenten - mich eingeschlossen. Aber aus Sicht von Rolex würde ich sagen: Alles richtig gemacht. Die Nachfrage nach Rolex-Modellen ist unbestreitbar groß, und das ist nun mal Fakt. Das ergibt sich allein aus der Kombination aus bekannten hergestellten Einheiten / bekanntem Umsatz und der Tatsache, dass so gut wie niemand, der ernsthaft an einer Rolex interessiert ist, auch eine (zeitnah) bekommt - siehe Aussagen unterschiedlicher User in diesem Thread.
Nicht dass ihr mich falsch versteht: Ich finde die Situation als Betroffener selbst sehr bescheiden. Aber wir können nun mal nix dran ändern. Ob Rolex könnte, kann man nur mutmaßen. Selbst wenn, scheinen sie derzeit nichts dagegen zutun. Und das müsste man natürlich nicht gut heißen. Würde ich auch nicht tun. Das ist auch der Grund, weshalb für mich eine Krone nur für den Listenpreis ins Haus kommt - und für keinen Cent mehr.