Was wird gewünscht, was ist das nächste „große Ding“ bei Sinn?

  • Vorschläge und Wünsche für neue Sinn-Entwicklungen

    1. Ich fände die Einführung einer neuen Sinn-Technologie sehr spannend. Denkbar wäre zum Beispiel eine Art Tegiment-Technik speziell für Modelle wie die 103, 104, 903, die Frankfurter Finanzplatzuhren und ähnliche Linien. Sinn muss wieder ein bisschen innovativer werden. Die letzte Sinn-Technik stammt aus 2017 (Abschirmung elektromagnetischer Impulse für Quarzuhren), davor der unverlierbare Sicherheitsdrehring aus 2008.
    2. Darüber hinaus halte ich Silizium-Spiralfedern oder vergleichbare Lösungen für längst überfällig. Sie würden eine deutlich höhere Resistenz gegenüber Magnetfeldern bieten und gleichzeitig den Einfluss von Temperaturschwankungen reduzieren. Andere Hersteller, wie zum Beispiel Union Glashütte, zeigen, dass es zu einem guten Preis funktioniert.
    3. Ebenfalls wünschenswert wären grüne Silikonarmbänder mit integrierter Gehäuseanbindung und einer Anstoßbreite von 20 mm. Das würde sowohl die Alltagstauglichkeit als auch die Designvielfalt erhöhen.
    4. Zusätzlich könnte ich mich sehr für eine neue Sinn-Klassik begeistern – ein Modell mit zeitlosem, elegantem Design, das sich problemlos zu einem guten Anzug tragen lässt.
    5. Eine 903 mit weißem oder grünen Ziffernblatt wäre cool, genauso wie eine 556 I mit dezenter UTC-Funktion. Eine 105 in Weiß mit einer monochromen Lünette fände ich sehr stark, da ich ein großer Fan von Uhren wie der weißen Black Bay Pro oder der Explorer II bin. Alles in allem bin ich mit der Modellpalette bis auf eine fehlende Klassik zufrieden. Ich würde mir eher technische Neuerungen wünschen.

    Hi Leonard , ich habe einige Deiner Punkte hier auch schon zum Besten gegeben…und freue mich (auch in den Kommentaren andere Mitglieder auf Deine Liste) über die Bestätigung.

    Punkt 1 hatte ich schon mal - in meinem Fall Tegiment für die 6012 - im Frühjahr 2023 in einem Brief bei Lothar Schmidt direkt angefragt - leider hatte er mir damals, wenngleich mir gegenüber wertschätzend und formvollendet höflich, abschlägig geantwortet. Der Verkauf argumentierte danach „die 6000er Reihe ist ein Glanzstück“…das verstehe ich ja schon, aber nicht jeder mag es halt glänzend, auch wenn rinem der „Rest“ der Uhr sehr gut gefällt.

    Punkt 2 sehe ich wie Du - Glycidur oder Silizium, zumindest als Option bei Neukauf oder sogar als optionales Upgrade im Rahmen einer Wartung/Revision, würde die Gangreserve und Gleichlauf (aufgrund gleichmäßigerer Kraftabgabe ans Uhrwerk, plus Verbesserung bzgl. Antimagnetismus) deutlich erhöhen, damit auch die Wertigkeit der ganzen Uhr. Und wäre zusätzlicher Revenue für Sinn.

    Punkt 4 - elegante Anzuguhr, parallel oder sogar noch über der 6000er Reihe positioniert (als definitive Abrundung nach oben), bzgl. Uhrwerk ggf. im Rahmen einer Kooperation mit einer anderen (jungen) „Microbrand“ (mit offenem Tourbillon, skelettiert o.ä.) wär auch sehr cool. Da gibt‘s ja ein paar vielversprechende Xoungsters, die einer kooperation bestimmt nicht abgeneigt wären.

    Andersfarbige Zifferblätter seh ich jetzt nicht als echte Innovation - aber klar sollte man da schon Trends mitnehmen. Was bei Sinn ja auch passiert, bei den neueren Modellen.

    Was ich neulich gesehen habe - ich weiß aber leider grade nicht mehr, bei welchem Hersteller - ein richtiger Konfigurator-Ansatz bei Neubestellung (vergleichbar Automobilindustrie): Kann funktionieren, sehr vielversprechendes Experiment! Wenn man das auf wenige Modelle begrenzt bleiben die Kosten im Rahmen/wird es trotzdem für die Kunden bezahlbar bleiben und die Marke bekommt durch Erschließung neuer Kundengruppe einen zusätzlichen Boost.

    Just sayin‘ liebe Mitleser unseres Lieblings-Spezialuhrenherstellers, just sayin‘…🤭

    Einmal editiert, zuletzt von ow|ie (17. Januar 2026 um 03:39)

  • Da kann ich nur zustimmen.

    Schaut man sich die Entwicklung innerhalb der Modellreihen einmal an, findet man Uhr intern keinerlei Veränderungen. Keine besseren Teile, keine ausgesuchten Werke für Limitierungen und keine größere Gangreserve. Weder neu, noch nachrüstbar bei einer Revision, oder auch einfach so, wenn man möchte.

    Meine erste U1 hat 1400€ gekostet, jetzt reden wir über nördlich 3K€. Außer farbigen Zifferblättern gibt es NIX. Das Perlmutt & Hybridkeramik Zifferblatt mal außen vor. Hat der Hersteller offensichtlich nicht nötig, so eine Modellpflege zu betreiben, noch ist es scheinbar wirtschaftlich sinnvoll. Kundenpflege ?

    Revisionen hat man eh schon genug, wozu also weitere sinnvolle Nachrüstungen anbieten. Man könnte natürlich auch fordern, solche Modellpflege Maßnahmen gehören zum guten Ton und sollten nicht extra Geld kosten.

    Da sieht man mal, wie weit wir konditioniert sind, bezahlen zu wollen, um etwas von Sinn zu erhalten.

    Tun wird sich erst etwas, wenn Kunden mit den Füßen abstimmen und woanders kaufen, wo es mehr fürs gleiche Geld gibt. Der wirtschaftliche Erfolg gibt Sinn leider recht, oder noch zum Glück.

    Einfach an die treuen Kunden mal etwas freiwillig zurück geben, umsonst; das ist in der Sinn DNA nicht verankert.

    Ich kann allerdings auch nicht beurteilen, welche anderen Hersteller so etwas tun, mehr GR. Die Preissteigerungen haben die Hersteller alle mitgenommen, auch ohne mehr zu bieten.

    Also warum sollte ausgerechnet Sinn……

    FUBAR

  • @Bruder Rudi: Du kaufst doch eh nix ...:)

    Zur Anmerkung: "Einfach an die treuen Kunden mal etwas freiwillig zurück geben, umsonst; das ist in der Sinn DNA nicht verankert."

    Ich finde schon, dass Sinn angemessen an treue Kunden etwas weitergibt, nämlich im Bereich des Services.

    Nicht nur bei mir selbst, sondern auch bei anderen Kunden erlebe ich das im Kundendienst regelmäßig, dass mehr gemacht wird, als der Kunde erwartet.

    Und oft nicht bei den Kunden, die stampfend und schäumend im Service stehen, sondern eher bei den treuen Kunden, die einfach nur enttäuscht sind.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Eben isch kauf nix Bruder Andi ich hau mich wech!

    Service, da habe ich überdurchschnittlich Erfahrung, stimmt. Die Hälfte meiner Uhren war schonmal bei Sinn.
    Wir wissen ja alle warum, ich erspar uns daher die Wiederholung.

    Mehr gemacht als ich wollte, hat man nicht, aber nachgearbeitet was ich beanstandet hat. Fette Ausnahme war die 212 KSK allerdings.


    Mein letzter Service an der 757 war so fifty/fifty im Ergebnis, ich bekam wirklich alle ausgetauschten Teile zurück, leider geht die Uhr im März zurück zu Sinn zum Chrono Sekunde setzen. Das wäre dann die Vierte, wo das nötig ist.

    Ich bin allerdings derzeit mit Sinn äußerst zufrieden, nach Grobpolitur der 6012 & 206 entdecke ich Beide grade neu, sieht man ja im Tagesfaden. Auch deshalb muß die 144 Diapal noch warten.

    Freundlich war ich allerdings immer bei Sinn, kein Unterschied ob ich beanstandet oder gekauft habe: like

    Insgesamt ist mein Bild von Sinn wieder sehr positiv, deswegen machen sie auch nix an der Gangreserve ich hau mich wech!

    FUBAR

  • Nächste Neuheit? Dann träume ich mal laut…

    Hallo zusammen,

    hier wird ja fleißig spekuliert, was die nächste Sinn-Neuheit sein könnte –
    also werfe ich auch mal meinen Wunschzettel in die Runde

    Mein Traum (Achtung: Vintage-Alarm):

    👉 Sinn 140 oder 142
    aber bitte mit einem ordentlichen Technik-Update:

    • Technologie-Niveau 717 / 903 St II mit drehbarer Lünette
    • ohne Minutenbeschriftung auf dem Zifferblatt (ruhiger, instrumenteller Look)
    • Titangehäuse (leicht, toolig, Sinn-like)
    • plus das volle Sinn-Programm:
      Tegimentierung, Entmagnetisierung, Ar-Trockenhaltetechnik – ihr wisst schon

    Kurz gesagt:
    Ein klassischer Chronograph mit Raumfahrt-Genen,
    aber gebaut für 2026 und nicht fürs Museum.

    Ja, ich weiß…
    👉 zu vintage
    👉 kommt eh nicht
    👉 andere wissen es sowieso besser

    Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen –
    und wenn nicht hier im Forum, wo dann?

    Mit Sinn und Verstand

    Euer GuinniS

    „Fliegeruhren über den Wolken, Taucheruhren unter den Wellen – und dazwischen mein Handgelenk!“

  • Sehr gut, stimmig und nachvollziehbar. Titan löst das Problem, dass die neuen 140er den meisten zu fett und zu schwer sind.

    Doch wie alles im Leben gibt es auch hier einen Haken.

    Nämlich ?

    Genau, der Preis, wenn die so kommt, muss sie zwischen 6-7 TEUR kosten. Und da endet für viele die Liebe.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Weil's (mir) im Kontext 903/EZM 19 wieder hochkam:

    Kann man die „hybrid-keramischen Leuchtelemente“ nicht in wertigerer Anmutung ausführen?

    … Eine feine umlaufende Fase, ein zurückgesetzter Sockel oder eine schmale Schattenfuge dürften bereits genügen, um den Eindruck eines präzise gestalteten Bauteils zu erzeugen …

    … die Tritium Röhrchen als feste Klötze. Geht aber wegen des Gaszustands nicht. …

    Aber hat schon mal jemand daran gedacht in die Leuchtelemente eine Tritium-Glaskapillare beim Guß einzufügen?

    wobei eine 'offene' Variante sogar einen Austausch der Röhrchen nach 20 Jahren ermöglichen würde:

    I don't judge people based on race, creed, color or gender.
    I judge people based on spelling, grammar, punctuation and sentence structure.

  • War das mit der Chrono-Sekunde schwer zu argumentieren? Hab' ich bei meinem 757 DIAPAL nach der letzten Revision (zurück seit Dezember oder Januar, weiß nimmer genau) auch...nur einen kleinen "Notch", aber sichtbar....

  • Hehe

    Bei mir war es kein Problem, denn ich war schon mit drei Neuuhren beim Service um das richten zu lassen. 206, 717, 6012

    Bei der Abgabe meiner 757 S zu Korrektur gab es die üblichen Abwehrmaßnahmen seitens Sinn.

    30cm, sieht man kaum, Toleranz etc etc. Ich habe da halt null Toleranz.
    Im Zweifel mit der Service Managerin sprechen. Im übrigen steht bei meiner 757 S die Chronosekunde immer noch nicht 100% auf der Zwölf. Also besser als vorher, aber…….

    Zeig doch mal ein Bild.

    FUBAR

  • Ru_di ...hier...wobei, wenn ich es recht betrachte ist ggf. das Zifferblatt um ein halbes Grad verdreht: Der Sekundenstoppzeiger scheint leicht linkslastig zentriert auf die "gedachte" Spitze des Leuchtdreiecks/des Nullmarkers im Drehring zu sein - aber rechtslastig auf den 12:00 Uhr-Index auf dem Zifferblatt. Oder sie haben einen Kompromiss gemacht


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