Vorstellung:Omega Speedmaster Pilot

  • Moin zusammen !

    Ich möchte heute kurz meinen letzten Neuzugang vorstellen.

    Die Speedmaster Pilot:



    Die Speedmaster Pilot hat ihren Ursprung im Unit-Watch-Programm von Omega. Omega pflegt seit jeher Kontakte zu diversen Einheiten wie den Navi-Seals.

    Genaueres lässt sich bei Youtube erfahren:


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    Zunächst tauchte eine unbekannte Speedmaster-Variante in diversen Omega-Foren auf.


    Die Bilder stammen von Julian, AKA Julis aus unserem Nachbarforum r-l-x.de.


    Fratello zeigt dazu die Rückseite:


    Es handelte sich in diesem Fall um die Uhren der U2-Piloten.


    Einige Zeit später war die zivile Variante erhältlich und ich hab´ versucht, ihr ein wenig auf den Grund zu gehen.

    Sie wird von Omega unter die Zwei-Zähler-Modelle geordnet und trägt die Referenznummer 33210415101002. Im Innern arbeitet das Kaliber 9900 mit vertikaler Kupplung und Säulenrad-Architektur, was einen dauerhaften Betrieb des Chronographen verschleißarm ermöglicht. Die anderen Zwei-Zähler-Modelle mit diesem Kaliber (wie zum Beispiel die Speedmaster Racing) haben einen Durchmesser von 44,25mm. Die Speedy Pilot kommt dagegen mit einem Durchmesser von 40,85 mm daher. Meine erste Vermutung war deshalb, daß man hier das Gehäusemittelstück der Speedmaster 57 genommen haben könnte. Die unterschiedliche Bauhöhe könnte sich durch den dickeren Boden der Pilot erklären lassen. Aber auch das Lug-to-Lug-Maß stimmt nicht überein.

    Ob Omega extra für dieses Modell ein eigenes Gehäuse entwickelt hat, mag ich nicht so richtig glauben. Denn die zu erwartenden Stückzahlen dürften eher gering bleiben. Ich würde mich doch sehr wundern, wenn ich je jemandem mit diesem Modell am Arm begegnen würde.

    Besonders ist auch die Wasserdichte von 100m. Bei der normalen Speedy sieht diese ja bekanntlich etwas anders aus. Auch die Krone finde ich in dieser Form nirgendwo im Omega-Programm.




    Armband und Schließe sind dagegen eindeutig von der Speedmaster 57 ausgeliehen und dann komplett auf der Oberfläche gebürstet.

    Das Band ist sehr flach. Viel flacher, als es auf meinem Bild oben den Anschein hat. Richtig flach. Es verjüngt sich von 20mm auf 15mm an der Schließe und trägt sich ganz hervorragend. Die flachen Bandglieder (hab ich erwähnt, daß das Band… ;)) sind von beiden Seiten mit kurzen Schrauben (in einem durchgehenden Röhrchen) verschraubt. So wirken ähnlich wie bei Sinn keine Kräfte auf die Verschraubung, wenn das Band am Arm getragen wird.

    Ob das gekörnte Zifferblatt zweiteilig ist (wie bei der neuen Speedy Professional Reverse-Panda) und die beiden Totalisatoren eine Etage darunter liegen, oder ob es sich um ein zusammenhängendes Zifferblatt handelt, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.


    Die Indexe sind aus massiven Blöcken Superluminova gefertigt und strahlen sogar in heller Umgebung, was wirklich toll ausschaut.




    Der Zähler auf 3-Uhr kann sowohl als zweite Zeitzone (Heimatzeit) als auch als Stoppuhr genutzt werden. Der Minutenzähler für die umlaufenden 60 Minuten ist orange und der Stundenzähler in grau liegt darunter versteckt. Zieht man die unverschraubte Krone in Position 1, so lässt sich (ohne daß die Zeit stehen bleibt) der Stundenzeiger in 1-h-Schritten beliebig in beide Richtungen für die Anpassung an andere Zeitzonen verstellen. Das Datum wechselt dann entsprechend.

    Die orangefarbenen Markierungen sollen die 6-Minutenmarkierung hervorheben. Kennt man den Kerosinverbrauch von 6 Minuten, lässt sich das leicht auf die Stunde hochrechnen. Die 3er und 9er Markierung bilden nur den Rahmen. Selbstverständlich eine für mich gänzlich nutzlose Funktion. Wobei sie in Bewegung schon hilft (z.B. im Auto, meines hüpft ja recht viel), die richtige Minute zu erfassen.


    Was hat mich jetzt bewogen diese Uhr zu kaufen ? Sie ist für mich eine Mischung aus drei unterschiedlichen Epochen in der Speedmastergeschichte.

    Das Gehäuse und das Band verkörpern die Speedmaster 57 mit ihren geraden, ungeschwungenen Hörnern und dem fehlenden Kronenschutz. Die Farbgestaltung erinnert natürlich an die Flightmaster aus 1969-1977, die ich schon immer spannend fand und das 9900 mit Siliziumspirale, zwei Federhäusern, METAS- Zertifizierung und einer Magnetfeldresistenz von 15000 Gauß ist auf der Höhe der Zeit.



    Die Gehäusehöhe von 14,65mm verschwindet übrigens in der Vertiefung der beiden Unterarmknochen:



    Geliefert wird die Uhr mit einem Kevlar-verstärkten Natoband und einem massiven Wechselwerkzeug in einer Canvastasche, die von innen mit weichem Leder ausgeschlagen ist.




    Bisher war die Speedy aufgrund ihrer Wasserdichte nie in mein Beuteschema gefallen und ich habe sie fast nicht beachtet. Dieses Exemplar passt aber hervorragend in meine Sammlung, bei der es ja darum geht, Vielfalt darzustellen und unterschiedliche Marken, Konzepte, Werke, Ideen im Wechsel tragen zu können.

  • Sehr schön Daniel!!!

    Haben wir schon auf der watchtime drüber gesprochen.... jetzt ist sie da.

    HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

    Und danke für den tollen Bericht!!

    Ich hatte sie beim Konzi auch schon am Handgelenk....

    Viel Freude beim Tragen!!

    Viele Grüße !
    ursinn


    In der Ruhe liegt die Kraft

  • Sehr schön, eine ganz besondere Speedy, die deinem Anspruch auf Vielfalt, absolut gerecht wird.

    Eine tolle Vorstellung, DANKE dafür !

    Die erwähnten anderen Modelle (die Zwei-Zähler-Modelle mit diesem Kaliber wie zum Beispiel die Speedmaster Racing haben einen Durchmesser von 44,25mm) habe ich schon mehrfach im Auge und am Arm gehabt, das sind wirklich ganz famose Uhren mit perfektem Gang. Und die modellgepflegte Racing mit großem Glasboden und reduzierter Gehäusehöhe trägt sich trotz des Formats wirklich gut. Einzig die für einen Sinn-Fan ungewohnte Anschaffungspreise hielten mich bisher noch von einem Kauf ab.

    Viel Freude und viel Tragezeit mit deiner Omega!

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

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