Dynamische Abdichtung bis 20 bar für direkt bedienbare Drehringe mit Innenskala
Die klassische Borduhr NaBo 17 ZM – lange im Einsatz in Militärflugzeugen wie dem Tornado, F-104 Starfighter oder Hubschraubern wie dem Bölkow Bo 105 – war für den rauen Flugdienst ausgelegt: Zuverlässigkeit, Ablesbarkeit und einfaches Bedienkonzept waren oberste Priorität.
Wenn man diesen Ansatz konsequent fortschreiben möchte – etwa um die charakteristische Drehring-Konstruktion mit innenliegender Skala auf eine moderne Armbanduhr zu übertragen – wird eine neue technische Herausforderung deutlich. Während Borduhren traditionell keine Wasserdichtigkeit erfordern, ist diese für die Umsetzung des Bedienprinzips bei modernen Einsatz- und Fliegeruhren unverzichtbar.
Die Verbindung von direkter Drehbarkeit und gleichzeitiger Wasserdichtheit ist eine dynamische Dichtsituation, die sich grundlegend von großen statischen Gehäusedichtungen an Boden oder Glas unterscheidet.
Mit der DSP-Technologie haben wir eine konstruktive Lösung entwickelt, um genau dieser Situation gerecht zu werden.
Mit dem Modell 717 adaptierten wir das Erbe der traditionellen Borduhr erstmals auf eine Armbanduhr: Gleiche Grundfunktionen kombiniert mit moderner Uhrentechnik – zentrale Stoppsekunde und -minute, Fliegerdrehring mit innenliegender Skala, hohe Ablesbarkeit, aber alles in Kombination mit einer Wasserdichtheit bis 20 bar. Später folgte eine Übertragung der DSP-Technologie auf die Modellreihe 903. Dieses Modell profitiert wegen der daraus folgenden, stark vereinfachten Bedienung der Rechenschieberfunktion im besonderen Maße von der Technologie.
