Sinn verpaßt Umsatz bei Individualisierungen?

  • Nein sagt sich immer leichter als Ja.

    Ja bedeutet Aufwand, Arbeit, Kosten aber auch mehr Umsatz und zufriedene Kunden am Ende.

    Ein Betrachtug mit Beispielrechnung beim Modell UX S.
    Sinn ist als Unternehmen bei Individualisierung nicht stark im Vergleich zu Unternehmen wie Laco oder Damasko.
    Man macht ein wenig, was einem als sinnvoll erscheint.

    Der reinweiß ausgelegte schwarze Drehring der UX (WASDR). Verkaufspreis 500€. Der normale Nachrüstpreis ist 290€
    Die Herstellungskosten bei beiden gleich um 100€.

    Es sind zwei Modelle auf Insta zu sehen in dieser Ausführung, plus zwei im Forum. Mit ein wenig Marketing, das Sinn ja so gerne macht in letzter Zeit, wären sicher einhundert oder mehr über zwölf Monate verkäuflich.

    Die UX als Uhr hat als einziges Modell fünstellige Seriennummern, mittlerweile oberhalb 50.000 Stück. Kann man dies so schließen, ich weiß es nicht, aber ein paar Zehntausend werden es sein über die Jahre, seitdem die UX angeboten wird.

    Okay wieviel davon sind schwarz ? Ich nehme mal 50% an, denke aber in der Realität wird schwarz deutlich häufiger gekauft als Stahl. Aber ich kann mich irren.

    Also Annahme bis zu 25000 schwarze UX vs 100, 300 oder 500 weiß ausgelegte schwarze Drehringe. (WASDR). Und RASDR, darauf komm ich noch weiter unten.

    Investition für Sinn bei 300 Stück WASDR 30.000€ Kapital und mehr Lager als ohne. Bei 100 sind es gradezu lächerliche 10.000€, bei 500 sind es 50.000€.

    Verkaufspreis ist 500€, sind also 50.000, 150.000 oder gar 250.000€ Umsatz mit einem Drittel Gewinn.
    Eigentlich für einen Kaufmann / Kauffrau ein sog. NO Brainer, einfach machen, Risiko sehr überschaubar, alleine aus dem Sinn Forum würden ein Menge Käufer kommen.

    Und Fans der Marke, die meinen unbedingt individualisieren zu müssen, die hat man damit ganz fest am Haken.
    Und als Modell im Katalog für sagen wir 3000€. Die kämen noch dazu zum Umsatz.

    Jetzt die reinrot ausgelegete Lüni genannt RASDR aka Kampfschwimmer.

    Wie viele Uhren hat Sinn davon hergestellt ?

    Zwanzig, Fünfzig?
    Man fertigt & verkauft die RASDR nicht, weil es ein Sondermodell ist. Und die Kampfschwimmer sind erstmal versorgt.

    Man könnte 100, 500, 1000 oder 5000 Stück RASDR an Lager legen. Die Lagerwerte werden erst ab 1000 Stück etwas signifikant mit 100.000€, bei 5000 Stück sogar sehr mit 500.000€

    Der Einkaufspreis geht bei 1000 oder 5000 bestimmt nochmals deutlich runter. Und die Uhr als Modell frei verkäuflich? Würde das die normalen UX Verkäufe kanibalisieren? Vielleicht am Beginn etwas, aber sicher würden über die Zeit Kunden nachrüsten oder die Sammlung ergänzen mit diesen Modellen / Lünetten.

    Als Umsätze stehen bei der RASDR dann 50.000, 250.000, 500.000 oder gar 2.500.000€ dagegen. In welchem Zeitraum ist diskutabel. Eine RASDR würde sicher sehr viel stärker nachgefragt als eine WASDR.

    Und wenn wir schon dabei wären, warum nicht auch andere Farben, orange käme mir in den Sinn ich hau mich wech!

    Die WASDR macht Sinn ein paar mal und jetzt halt nicht mehr. Das man als Uhrenfan eine ganz besondere Sinn sein eigen nennen möchte, die es so nicht zehntausendfach gibt, das hat Sinn in meinen Augen entweder nicht begriffen oder hält es für unnötig.

    Aus Sicht auf mehr Geschäft versteht dies niemand!
    Mal ein Beispiel von der ganz kleinen Konkurrenz names Damasko. Umsatz-Größe ungefähr ein Zehntel verglichen mit Sinn. Dort hat man ein Modell DC86 auf Wunsch eines Kunden modifiziert. Die Totis zur Messung und der Chrono Zeiger in Neon Rot gefertigt.

    Wohlgemerkt für eine einzelne Uhr.
    Nichts mit „da müssen wir 300 Stück abnehmen“, oder wie bei meiner Lume Anfrage für einen neon roten Zeigersatz, kostet zuviel, wollen wir Ihnen nicht zumuten.

    Meine Empfehlung an Sinn: Lassen Sie dies doch den Kunden entscheiden, was ihm zu teuer ist. Jedenfalls waren die 210€ mehr bei den paar verkauften WASDR, wohl kein Problem für die Käufer.

    Drucken sie dieses Pamphlet aus und hängen sie es ans schwarze Brett bei Sinn. Teilen Sie es mit Ihrer Geschäftsleitung, schließlich geht es hier um eine klare Geschäftschance für Sinn, wenn man auch zugeben muß, daß der Umsatz bei einer roten Lünette für die UX sicher tausendmal größer wäre als für eine Reinweiße.

    Wird diese Eingabe bei Sinn etwas bewirken?
    Keine Ahnung, ich habe es jedenfalls auch per Email an Sinn mitgeteilt.

    Es wäre an der Zeit, jedenfalls in meinen Augen so alte Zöpfe wie „war ein Sondermodell, geben wir nicht in den freien Verkauf“ mal ganz schnell abzuschneiden bei der UX S.

    FUBAR

    Einmal editiert, zuletzt von Ru_di (2. Oktober 2026 um 16:31)

  • Dem Beitrag kann ich nur zustimmen - nun hab ich mit Glück grad noch so einen weiß ausgelegten Drehring bekommen - ein Uhrenbekannter hatte mir das schon vor Jahren empfohlen.

    Es wäre eben viel mehr möglich mit unserer Uhrenmarke - ein bissl Baukastensystem sind die Modelle teils ja schon. Auf der anderen Seite verstehe ich zu wenig von Marketing und Vertrieb von Uhren. Vermutlich, wenn "alles" ging, dann wären die Limitierungen wohl dahin - so bleibt es beim Push von Sondermodellen und vermutlich höherem Absatz.

    Freuen tu ich mich in diesem speziellen Fall, denn ich habe den weiß ausgelegten SDR - sehr schade find ich es für die Interessierten, die noch keinen haben.

    Letzter Satz von mir: bestimmt gibt es Spezialisten, die solche Arbeiten anbieten können und wollen...

    Viele Grüße aus der Kurpfalz

    Jochen

  • Mir geht es in dem Faden nicht nur um meine aktuelle Wahrnehmung oder eine Lünette für die UX S.
    Hier kann und soll bitte jeder reinschreiben, was er sich von Sinn im Bereich Individualisierung wünschen würde.

    FUBAR

  • Ich hab keine Ahnung was das für Aufwände bedeuten würde, was ich da schreibe oder ob das hier in den Faden passt. Aber im Hinblick auf Individualisierung fände ich es super, wenn man bei jedem Modell im Shop wählen könnte ob man einen Sichtboden oder (gegen Aufpreis) eine bessere magnetische Abschirmung haben möchte. Ebenso fänd ich es super wenn jedes Modell (zumindest in Edelstahl) standardmäßig nicht tegimentiert wäre und man das per Auswahl selbst entscheiden kann.

  • Schön wäre es zudem, wenn man sich bei Uhren, die eine
    Drehlünette haben, aussuchen könnte, ob diese
    vorwärts- oder rückwärts zählend ist.

    Gruss

    Christian :hatoff:

    Niveau ist keine Creme und Stil nicht das Ende eines Besens.

  • Das kann Sinn bei Lüni mit Einlage auch, sonst allerdings nicht.
    Neue Lüni mit Count Up, der wird getauscht gegen Count Down Einlage. Teuer aber möglich.
    Bei massiven Lünis wie bei der 206 ist allerdings Essig.

    FUBAR

  • Ich habe weder Zahlen, noch wirklich Ahnung/Einblicke, aber den Eindruck gewonnen, dass bei der Uhrenindustrie in ganz besonderem Maße »Skalierbarkeit« wichtig ist. Schon bei kleinen Stückzahlen ergeben sich Effekte, Einzelanfertigungen sind nun mal aufwändig.

    Und das wird „schlimmer“, je größer eine Firma ist – weil Prozesse zur Steigerung/Erhaltung der Effizienz an Bedeutung gewinnen.

    Klar entgeht dadurch Umsatz – der aber das Risiko in sich trägt, dass man für die Aufwände der Einzel- (resp. Kleinserien-) Anfertigung an anderer Stelle 5 (20) Aufträge verliert, verspätet ausliefert etc.

    Sinn stellt wohl so ca. 65 Uhren am Tag her, da müssen (auch wenn es uns („Qualitätskontrolle“) manchmal anderes erscheinen mag) nicht nur gute und freundliche Mitarbeiter, sondern auch schlanke Prozesse her.

    Watches are the only jewelry men can wear, unless you're Mr. T
    Gordon Bethune

  • Claus, das ist wenig idyllisch, aber genau so sehe ich das auch.
    Und generell muss man sich die Frage stellen, ob man diese Individualisierung als Marke wirklich will. LACO hat mit den beiden Modellen, die die Namen der Landeshauptstätte der Badener (hier nur ideel) und der Württemberger genutzt und bietet eine maximal mögliche Individualisierung mit Krone rechts und Krone links, mit oder ohne Datum, unterschiedlichen Gehäusefinish usw an. Hier ist die Individualisierung Programm.

    Ich bin ziemlich sicher, dass Sinn die weiter gehende Individualisierung nicht will und das nicht nur aufgrund der Produktivität, sondern zum Aufbau einer starken Marke und starker Modelle und damit eine klare Modellpolitik verfolgt. Das hört der Uhrenliebhaber nicht so gerne, ist vielleicht traurig, dass nicht jeder Furz umgesetzt wird aber spätestens bei einem eventuellen Wiederverkauf ist das schnell in harten Euros spürbar.

    Meiner Meinung nach ist die Individualisierung ab einer gewissen Unternehmensgrösse nicht mehr sinnvoll realisierbar. Das wäre dann der Grundstein für eine „Tuning-Marke“ im oder außerhalb des Unternehmens, die auf Individualisierung ausgerichtet ist.
    Wer noch eine Geschäftsidee sucht: hier ist sie.

    Gruß

    AndiS

    Alles hat seine Zeit.

  • Dein letzter Absatz: Erzähl dies mal der Autoindustrie ich hau mich wech!

    Das Sinn Individualisierung nicht will, darin sind wir einig. Deswegen habe ich meinen Startpost ja geschrieben unter Sinn Pulse.
    Die sind schon groß, die können das alleine entscheiden: like

    FUBAR

  • Ich würde die Rechnung etwas anders aufziehen, weil Umsatz, Gewinn und zusätzlicher Ertrag hier durcheinandergehen.

    Bei 500 € Verkaufspreis bleiben nach 19 % USt. zunächst 420,17 € Nettoerlös. Wenn wir die genannten 100 € Herstellkosten einmal ungeprüft übernehmen, bleiben 320,17 € Deckungsbeitrag I je weißem Drehring.

    Bei 100 Stück also:

    100 × 420,17 € = 42.017 € Nettoumsatz
    100 × 100 € = 10.000 € variable Herstellkosten
    = 32.017 € DB I

    Das sieht zunächst attraktiv aus.

    Aber: Ein normaler Drehring kostet 290 € brutto = 243,70 € netto. Unterstellen wir auch dort 100 € Herstellkosten, bringt er bereits 143,70 € DB I.

    Wenn der Käufer also ohnehin einen normalen Drehring gekauft hätte, bringt die weiße Variante nicht zusätzlich 320 €, sondern nur:

    420,17 € – 243,70 € = 176,47 € zusätzlichen Umsatz bzw. DB, sofern die Herstellkosten gleich sind.

    Bei 100 weißen Ringen wären das maximal 17.647 € zusätzlicher DB gegenüber 100 normalen Ringen.

    Und jetzt kommen Claus' Einwände ins Spiel. Nehmen wir nur beispielhaft an, eine solche Kleinserie verursacht zusätzlich:

    5.000 € Einrichtung, Beschaffung, QS und Dokumentation
    50 € zusätzliche Abwicklungs-/Montagekosten je Stück
    = bei 100 Stück weitere 10.000 €

    Dann bleiben von den 17.647 € Mehr-DB noch 7.647 €.

    Sind Fachkräfte der Engpaß, muß außerdem gerechnet werden, welchen DB Sinn mit derselben Kapazität bei Standardprodukten erzielen könnte. Das ist Tapirs eigentlicher Punkt: Nicht „kostet die Lünette nur 100 €?“, sondern „welchen Ertrag verdrängt sie pro Engpaßstunde?“

    Andis Argument läßt sich ebenfalls kaufmännisch fassen. Entscheidend ist die Kannibalisierung. Wenn von 100 Käufern beispielsweise 70 ohnehin einen normalen Drehring gekauft hätten und nur 30 ohne Sondermodell gar nichts gekauft hätten, lautet die Rechnung:

    70 × 176,47 € = 12.353 € Mehr-DB
    30 × 320,17 € = 9.605 € neuer DB
    zusammen = 21.958 € zusätzlicher DB I

    Davon gehen dann Varianten-, Verwaltungs-, Lager-, Service- und Kapazitätskosten ab.

    Was ich aus eigener Erfahrung nicht teilen würde, ist die Vorstellung, Individualisierung sei bei solchen Herstellern kaum möglich.

    Sinn hat mir eine 857 umgebaut und drei von vier Wünschen erfüllt: Krone links, roter Sekundenzeiger und Countdown-Lünette. Nur ein rotes Datum bekam ich nicht, obwohl es eine entsprechende Ausführung bei einer 857 schon einmal gab.

    Damasko hat bei meiner DC80 ebenfalls drei von fünf Wünschen umgesetzt: Krone und Drücker links, Countdown-Lünette und weiße Stoppsekunde. Datum und Zifferblatt ohne Fadenkreuz wurden abgelehnt.

    Das zeigt für mich vor allem: Technisch geht durchaus einiges. Die Grenze verläuft offenbar dort, wo der Hersteller organisatorisch, wirtschaftlich oder aus Gründen der Modellpolitik nicht mitgehen will.

    Dann wäre mir aber eine klare Aussage wichtig: „Das wollen wir nicht anbieten“ statt „das geht nicht“. Bei Sinn wie auch bei Damasko wird das meines Erachtens gelegentlich etwas unpräzise formuliert.

    Das Wiederverkaufswert-Argument lasse ich einmal unkommentiert. Für die unmittelbare Kalkulation des Herstellers sollte der spätere Wiederverkaufswert jedenfalls weitgehend irrelevant sein. Entscheidend ist zunächst, ob der Kunde kauft und welchen Deckungsbeitrag dieser Verkauf bringt.

    Zumindest bei mir ist die Alternative zu einer abgelehnten Individualisierung nämlich nicht automatisch: „Dann nehme ich eben die Standardversion.“

    Sondern durchaus: Dann kaufe ich eine andere Uhr bei einem anderen Hersteller.

    Und dann sieht die Rechnung plötzlich anders aus: Es findet gar keine Kannibalisierung innerhalb der eigenen Modellpalette statt, weil ich die Standarduhr ohnehin nicht gekauft hätte. Statt dessen verliert der Hersteller den möglichen Deckungsbeitrag der individualisierten Uhr – und möglicherweise auch einen Kunden für weitere Käufe.

    Genau diese Quote müßte man eigentlich kennen: Wie viele Kunden kaufen bei Ablehnung trotzdem das Standardmodell, und wie viele kaufen dann gar nicht oder beim Wettbewerber? Ohne diese Größe läßt sich kaum seriös beurteilen, ob eine restriktive Individualisierungspolitik tatsächlich wirtschaftlicher ist.

    Auch die Idee einer externen „Tuning-Marke“ löst das Problem nur scheinbar. Ein solcher Anbieter müßte regelmäßig an originale Sinn-Teile kommen. Wenn Sinn deren Bezug für Umbauprojekte begrenzt oder nicht vorsieht, ist das Geschäftsmodell schnell eingeschränkt. Von Gewährleistung und Markenabgrenzung beim Kunden einmal abgesehen.

    Damit ist Matthias' Idee keineswegs automatisch ein No-Brainer. Umgekehrt ist aber auch „bei einem größeren Hersteller geht so etwas eben nicht“ kaufmännisch zu kurz gedacht.

    Die entscheidende Rechnung lautet letztlich:

    echter zusätzlicher Deckungsbeitrag durch Mehrpreis und Zusatzkäufe – Variantenkosten – Engpaßkosten – Kannibalisierung – entgangener Deckungsbeitrag durch Kundenverlust.

    Und gerade der letzte Punkt fehlt mir bislang in der Diskussion: Wenn der Kunde ohne Individualisierung nicht die Standardversion kauft, sondern gar nicht oder bei der Konkurrenz, kostet auch das Nein des Herstellers Geld.

    If you are agitated or confused my job here is done.

  • Sehr schön und sehr detailliert.

    Unter No brainer verstehe ich a) die Idee, die Sinn bereits umgesetzt hatte, eben einen WASDR.
    Der nackte schwarze Drehring ist vorhanden, er wird lediglich reinweiß bedruckt & ausgelegt.
    Geschieht dies maschinell bei einem Dritten, bleibt alles wie es ist. Keine Mehrkosten außer Lager.

    Ein weiterer No Brainer ist b) der RASDR, eben wie bei der Kampfschwimmer Version.
    Ich wurde das schon öfters gefragt, wo man den bekommen kann, allerdings nicht 500 mal.
    Nimmt man ein solches Modell als Uhr nicht ins Programm, sondern lediglich als Nachkauf Drehring findet keine Kanibalisierung statt.
    Ich würde wetten, die 500 Stück verkaufen sich in einem Jahr.

    Aus eigener Erfahrung im Uhren Kosmos würde ich mir mal 100 WASDR und 500 RASDR an Lager legen als Sinn Inhaber.
    Dann auf Instagram und wo immer auch sonst schön bewerben, die Kosten dafür sind vernachlässigbar bis Null, da dort eh geworben wird. Man könnte den RASDR sogar für 750€ einpreisen und schon verändern sich alle Rechnungen.
    Eines steht für mich fest, Produkt an Lager macht Umsatz. Kein Lager macht garnix.

    Dann mal schauen was dabei heraus kommt. Das Risiko ist im Gesamtzusammenhang doch Peanuts, da geht Sinn doch ganz andere Risiken ein. zB 717
    Ob dieses Modell je seine Kosten einspielen wird ist für mich mindestens fraglich.

    Wohlgemerkt will ich keinesfalls eine uferlose Ausweitung an Individualisierungen, sondern die Kirschen auf der Torte abschöpfen.

    Gibt aber sicher noch sehr viel mehr Fürze, die man als Individualisierung anbieten kann, als Uhrenhersteller.

    FUBAR

  • Ja aber man mus auch mal akzeptieren das Sinn oder welcher Hersteller auch immer etwas nicht machen will. Jetzt ist es ein Drehring der nächste argumentiert genauso mit einem Zeiger in orange der nächste in grün und der übernächste hätte ihn gern schmaler. Man kann ja immer alles umbasteln da gibt es keine Grenzen ausser dem eigenen Budget. Und Leute die das machen wird es auch geben.

    Früher haben wir uns über Bastl-Wastl Uhren unterhalten. Heute wäre es schön wenn Sinn das bitte selber machen würde.

    E tonoa ana koe kia mauria mai tō riri, tō kore whakamā me ō pātai, engari ina haere koe, mauria mai te rangimārie, te atawhai me te whakahoahoa.

  • Ich hab schon mal an einer anderen Stelle geschrieben, dass ich der Meinung bin, dass zu viele Individualisierung ein Modell verwässern. Abgesehen davon darf man nicht unterschätzen, was es für einen internen Aufwand erzeugen kann, wenn man für jedes Modell zig Varianten bereithalten muss. Es ist ja nicht so, dass ich nur meine Uhr individualisieren lasse, ich erwarte ja auch, dass es jahrelang Ersatzteile gibt, und die Uhr auch entsprechend gewartet werden kann.

    Entweder baue ich als Hersteller meine Uhren aus einem beliebigen Baukasten, oder ich baue meine Uhren sehr individuell.


    Bei der Baukasten Variante kann ich die Teile beliebig zusammen würfeln.


    Bei individuell gebauten Uhren würde ich die Anzahl der angebotenen Modellvarianten auch sehr stark eingrenzen.

    Beste Grüße
    Axel

    Pass auf, daß du deine Freiheit nutzt, die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!
    (Reinhard Mey)

  • … man mus auch mal akzeptieren …

    Gar nix muß ich akzeptieren. Natürlich akzeptiere ich, daß ein Hersteller machen kann, was er will. Ich kann ja schlecht mit Ru_di in einer Luftlandeoperation Sossenheim oder Barbing einnehmen und die Uhrmacher mit vorgehaltener Waffe zwingen, Lünetten einzufärben oder Fadenkreuze auf Zifferblättern zu übermalen. Wobei – können täten wir schon wollen, …

    Aber btt: Akzeptieren kann ich vieles. Gutfinden muß ich es nicht.

    Und wenn ich für eine Individualisierung Geld ausgeben würde, ein Hersteller sie aber nicht anbietet, ist das eben verpaßter Umsatz.

    Und darum geht's doch hier gerade …

    If you are agitated or confused my job here is done.

  • Genau, einzig sterben muß ich (und Atmen) ich hau mich wech!

    Du hast es oben schon beschrieben mit Deiner 857.
    Hier hat Sinn fast alles umgesetzt und somit die Uhr verkauft.

    Ich habe bei Sinn schon Einiges mehr an Wünschen für Forennutzer angefragt. Einige wurden abschlägig beschieden, einige waren / sind umsetzbar. Einiges liegt bestimmt in der „Bringen wir als Modell irgendwann“ Schublade bei Sinn.

    Ich seh das überhaupt nicht kritisch für Sinn, die Marke oder den Markt, wenn wir unsere Wünsche äußern. Ob das umsetzbar ist, weiß Sinn selbst am Besten, da brauche ich mir keine Gedanken zu machen oder den Hersteller in Schutz zu nehmen, sozusagen im vorauseilenden Gehorsam.

    Ich würde viel lieber fantastische Ideen lesen, der Faden steht ja unter Nutzer geben Sinn Ideen.
    Mehr Geschäft schadet Sinn bestimmt nichtich hau mich wech!

    FUBAR

  • Ich bin auch der Meinung das Sinn da Umsatz entgeht. Mir würde zum Beispiel ein ganz schwarzer Drehring für die UX gefallen, also nur das Dreieck ausgelegt! Und ich bin auf jeden Fall jemand der für Individualisierung auch viel Geld ausgeben würde!

    Ihr habt das hier auch schon echt gut aufgedröselt mit Umsatz und Gewinn usw.
    Ich komme ja eher aus der Fertigung, ich stehe quasi auf der anderen Seite der Werkbank und kann zumindest verstehen wenn ein Hersteller sagt er macht das nicht, weil er von seinem Produkt überzeugt ist. Nur Ausreden finde ich hier unangebracht.

  • Also ohne mich mit den Zahlen überhaupt beschäftigen zu wollen; denke ich, dass die

    Drehringe doch eher „Standardteile“ sind.

    Es gibt Silberne und es gibt Schwarze. Das Belegen der Markierungen denke ich auch, dass das

    maschinell erfolgt (alles andere wäre wohl zu teuer)


    Insofern kann es eigentlich nicht so abwegig sein, andere Varianten anzubieten.

    Vorausgesetzt, man will das.


    Aber wenn SInn „nein“ sagt, dann ist das eben so.

    Da könne wir hier rum rechnen wie wir wollen.

    Akzeptieren und „Standard“ kaufen oder sich anderen Anbietern zuwenden. Einfach !

    Muchos saludos !

    Gerd

    a home without a dog is just a house

  • Das betriebswirtschaftliche, Deckungsbeiträge und Kapazitäten sind das eine…

    Kundenzufriedenheit das andere.

    Ich sehe es so, dass die Kommunikation von Sinn und eine konsequente Politik hier sehr schlecht sind.

    Sinn wurde hier im Forum immer sehr gelobt, dass auch mal die ein oder andere Änderung möglich war. Dafür habe ich die Marke auch sehr gemocht, das war für mich Kundennähe, sowas finde ich sehr sympathisch.

    Jedoch hat mich die Aussage von Rudi, dass die weiße Auslegung nicht mehr möglich sei unglaublich verärgert und enttäuscht. Es ist ja nicht so, dass Gerd seine Lünette vor sieben Jahren geordert hat, gefühlt war es ja vor sieben Tagen. Wenn man so schnell seine Politik ändert, verärgert es die Kunden und Fans. Bei mir ist es nämlich so, dass ich noch keine UX habe, ich mir aber klar darüber war, wenn dann will ich sie auch mit weißer Lünette.

    Jetzt kann ich mir überlegen ob ich möchte, dass das Aftermarket von nem Uhrmacher gemacht wird. Ich denke vielen Kunden ist das zu kompliziert und sie lassen es.

    Wieder ein Pluspunkt den Sinn verliert. Schade.

    Grüße
    Ticker
    _______________________________________________________________________

    ...warum bleibt am Ende des Geldes so wenig Uhr übrig... ? :wall:

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